Am Wochenende ist Erntedank und hier auf dem Lande haben einige Höfe Dekorationen aus Feldfrüchten und geflochtenen Ähren an ihren Einfahrten aufgestellt. Seit ein paar Tagen beobachte ich ein Eichhörnchen bei uns im Garten. Jeden Morgen flitzt es entlang unserer Küchentür. Es sammelt eifrig das Fallobst, um es für den Winter zu bunkern. Und in unserer Küche liegen die letzten Zwetschen der Saison. Typische Herbstimpressionen, die mich an folgende Achtsamkeitsübungen denken lassen, die aufgrund der Jahreszeit besonders intensiv wirken:

 

Im Herbst aufmerksam die Natur erkunden ist eine tolle Achtsamkeitsübung für unsere Sinne.

Im Herbst aufmerksam die Natur erkunden ist eine tolle Achtsamkeitsübung für unsere Sinne.

 

1. Achtsamkeitsübung „Perspektivenwechsel“

Stellt Euch auf eine Wiese oder auf einen Rasen und dreht euch langsam um die eigene Achse. Nehmt dabei alles, was ihr seht, achtsam wahr. Achtet dabei auch auf die Farbnuancen und die Bewegungen der zum Beispiel im Wind tanzenden Äste und Zweige der Bäume. Dreht euch ganz langsam. Bei der zweiten Drehung richtet ihr nun den Blick in den Himmel und betrachtet die Wolken. Am Ende umkreist ihr euch selbst ein letztes Mal und schaut dabei auf den Erdboden, spürt den Untergrund, auf dem ihr steht. Nehmt euch für jede Drehung circa eine Minute Zeit. Abschließend bleibt ihr stehen, atmet tief ein und aus und spürt nach.

(abgewandelt von der Panoramaübung aus „Achtsamkeit in der Natur“ von Michael Huppert & Verena Schamanen)

2. Achtsamkeitsübung „Resonanz“

Sucht euch einen Baum mit einem kräftigen Stamm, stellt euch mit dem Rücken dicht davor (ohne ihn zu berühren!!) und atmet gleichmäßig und ruhig. Versucht nun für circa 10 Minuten den Stamm (seine Resonanz) zu spüren.

3. Achtsamkeitsübung „Morgenduft“

Wenn ihr jetzt früh morgens das Haus verlasst riecht es feucht, leicht würzig und rauchig – der Herbst. Nehmt euch 5 Minuten Zeit achtsam im Freien den Morgenduft einzuatmen und ihn richtiggehend zu spüren. Welche Assoziationen kommen auf? Welche Bilder? Welche Sinneseindrücke? Atmet dabei etwas tiefer ein als aus und stärkt euch so für den Tag.

4. Achtsamkeitsübung „Blätterstrauß“

Sammelt beim Spaziergang die umherliegenden Blätter. Welche Blätter gefallen euch am besten, welche Formen und Farben sprechen euch an? Wer Lust hat stellt sich einen schönen Blätterstrauß zusammen und nimmt ihn mit nachhause – sozusagen ein schönes Achtsamkeitsgeschenk der eigenen Wertschätzung.

5. Achtsamketsübung „Sinnesspiel“

Der Herbst ist die Zeit der frischen Kartoffeln. Betrachtet bewusst so eine Erdknolle, betastet sie, fühlt ihre Härte, die Unebenheiten, die Erde, die noch an der Schale haftet. Wiegt sie in eurer Hand wie eine Art Handschmeichler. Dieses Grundnahrungsmittel hat bereits viele  Generationen vor uns genährt. Nehmt euch 5 Minuten meditative Zeit, um die Kartoffel und ihre Bedeutung achtsam zu erspüren.

 

Für noch weitere Anregungen in Bezug auf Achtsamkeit und Natur schaut auch einmal HIER

 

 

dtmg

  • So oft es geht spaziere ich durch die Natur, denn der Herbst eignet sich prima dafür, die Sinne achtsam zu schulen (riechen, hören, tasten, sehen, schmecken).
  • Die ersten Kastanien, Eicheln und sogar eine Walnuss – Auf meinen Wegen lese ich die Früchte des Herbstes auf und lege sie mir zuhause auf den Schreibtisch: kleine Achtsamkeitsgeschenke der Natur.
  • Früh am Morgen stärke ich meinen Körper durch tiefes Einatmen im Freien. So tanke ich die Kraft der Natur für meinen Tag.

 


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