Rituale schärfen unsere Wahrnehmung und erhöhten die Wirksamkeit von zum Beispiel Meditation und Achtsamkeit. Eine gewisse Regelmäßigkeit in der Art und Weise einer Ausübung verändert sogar die Hirnstruktur: Das Gehirn verarbeitet die Reize schneller. Auf der Gefühlsebene helfen Rituale angeblich gelassener und stressresistenter zu werden. Vor allem dann, wenn das Ritual nicht nur geistig sondern auch körperlich bewusst erlebt wird. Daher möchte ich euch folgende fünf Dankbarkeitsrituale ans Herz legen:

 

Rituale und kleine Gesten der Dankbarkeit verbinden uns miteinander und erfüllen unsere Herzen mit Freude und Zuversicht.

Rituale und kleine Gesten der Dankbarkeit verbinden uns miteinander und erfüllen unsere Herzen mit Freude und Zuversicht.

 

1. Sagt „Dankeschön“

Es klingt so banal, aber indem ihr euch öfter bedankt macht ihr euch selbst auch eine Freude. Langfristig spürt ihr dadurch viel mehr Dankbarkeit im Leben. Daher gewöhnt euch an, öfter Dankeschön zu sagen. Spürt dabei bewusst in euch hinein, wie sich euer Dankeschön auch körperlich anfühlt.

„Dankbarkeit bringt uns auch anderen Menschen näher und macht uns empathischer. Wenn du in der Lage bist, das Gute in anderen Menschen wertzuschätzen und auch mal zum Ausdruck zu bringen, macht dich das offener und freundlicher.“

www.fitforfun.de

 

2. Eine Freude pro Tag

Schreibt euch jeden Abend vor dem Schlafengehen in ein schönes Notizbuch die eine Sache (Begebenheit) hinein, über die ihr euch am Tage gefreut habt. Es hilft, sich hierfür ein besonders schönes Schreibheft zu besorgen und daraus ein tagesabschließendes Ritual zu machen. Vielleicht trinkt ihr dabei gemütlich eine Tasse Tee und lasst den Tag gedanklich Revue passieren. Spürt in die Freude erneut hinein und ebenso in die Dankbarkeit dafür.

Übrigens ist es interessant, sich dieses Heft am Ende des Jahres durchzulesen. Eure Aufzeichnungen sagen viel über euch selbst aus, über das, was euch wirklich wichtig ist.

 

3. Positives Erleben

Gestern entdeckte ich auf einem meiner täglichen Hundemärsche einen Strauch mit gelben fadenartigen Zaubernuss-Blüten. Statt daran vorbei zu gehen, bin ich stehen geblieben, habe dran gerochen und mir diese Farbtupfer inmitten der zur Zeit leider wenig frohlockenden Natur angesehen. Ich habe mich darüber gefreut. Und ebenso freudig dachte ich an das Frühjahr, das schon bald wieder alles so schön bunt und lebendig ausschmücken wird. Darum geht es doch: Die positiven Tatsachen in ein positives Erleben zu wandeln.

Nehmt euch täglich eine positive Tatsache vor, die ihr achtsam in euch aufnehmt. Verweilt dabei einen Moment und spürt dem Guten bewusst nach. Vielleicht verbindet ihr diese Übung mit eurer täglichen Mittagspause, eurem täglichen Arbeitsweg oder der Kaffeepause am Nachmittag.

„Wenn wir uns bewusst daran erinnern, wofür wir dankbar sein können, dann macht sich ein tiefes Gefühl der Befriedigung, der Zufriedenheit und der Freude in uns breit. Wenn wir hingehen, alles für selbstverständlich halten, nicht wertschätzen, was wir besitzen und nach immer mehr streben, dann schüren wir unsere Unzufriedenheit und zerstören unsere Gelassenheit.“

www.greensoul.de

 

4. Den Morgen begrüßen

Kaum klingelt der Wecker und nichts wie raus aus den Federn. Stopp! Bevor ihr mit euren Morgenprogramm startet, bleibt für ein paar Atemzüge auf der Bettkante sitzen und bedankt euch gedanklich für das Geschenk eines neuen Tages. Okay, manchmal hat man so gar keine Lust auf den Tag, weil viel zu viele Verpflichtungen warten. Trotzdem: Macht aus diesem bewussten Tagesstart ein Ritual der Einkehr und Bewusstwerdung. Jeder neue Tag, auch wenn es nicht immer so aussieht, hält eine Menge Möglichkeiten und positive Erlebnisse bereit. Öffnet euch in Dankbarkeit für das Erleben dieses Geschenkes an Zeit und Lebendigkeit.

„Es sind nicht die glücklichen Menschen, die dankbar sind. Es sind die dankbaren Menschen, die glücklich sind. “

Sir Francis Bacon

 

5. Dankbarkeits-Meditation

Ein schönes Ritual, um abends zur Ruhe zu kommen und den Tag gut zu verabschieden ist eine kurze Dankbarkeits-Meditation. Dazu setzt ihr euch entspannt hin, schließt die Augen und spürt der Dankbarkeit für den Tag in eurem Herzen nach. Ihr könnt auch das Wort „Dankeschön“ wie ein Mantra benutzen, sollten noch viele Gedanken in eurem Geist umherschwirren. Bleibt circa fünf Minuten in Stille sitzen und genießt diese bewusste Einkehr, dieses bewusste Fühlen von Dankbarkeit.

 

 

dtmg

  • Bevor ich morgens den Tag starte nehme ich mir zwei Minuten Zeit, um mich gedanklich für den neuen Tag zu bedanken.
  • Jeden Abend notiere ich eine Sache, über die ich mich am Tage gefreut habe.
  • Da ich meine Kinder auch für das Thema Dankbarkeit sensibilisieren möchte, werde ich sie jetzt jeden Abend fragen, wofür sie rückblickend auf den Tag dankbar sind.

 


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