Gastbeitrag von Beatrix Schulte:

Meine-Schreibbar-Bloggerin und Autorin des Buches „Die Seelenfeder“.

 

Als ich letztes Jahr mein Büro im Berghaus eröffnete, hatte ich an einer Schnur quer durchs Büro handgeschriebene Zitate und Gedichte geheftet. Irgendwann kam ein Besucher, der sich sehr für diese Zettel zu interessieren schien und plötzlich Dinge über mich sagte, die mich doch sehr irritierten, denn sie trafen den Nagel auf den Kopf. Er erklärte mir anhand von großzügigen Schleifen in Buchstaben, der Schriftgröße oder des Schriftbildes wo meine Talente saßen und was ich noch ausbauen könne.

 

Grafologie und die Kunst des eigenen Ausdrucks

Grafologen nennt man diejenigen, die Schreibmuster mit der Persönlichkeit verbinden und Muster erkennen. Das ist ja schon an sich faszinierend. Nun geschah es aber (natürlich kein Zufall), dass ich bei der Forschung für meine Seelenfeder sämtliche Youtube Videos ansah, die nur im entferntesten etwas mit dem Schreiben zu tun hatten und da stieß ich auf eine Frau Marxmüller-Knopp, die von dem Vimala (benannt nach der Begründerin Vimala Rodgers Alphabet berichtete. Ich war sofort hellhörig, doch hatte ich damals nicht auch noch Zeit, mich neben dem Buchprojekt in eine neue Ausbildung zu stürzen.

 

Unsere Handschrift spiegelt immer auch die Einstellung des Schreibenden zum Leben wider.

 

Konkrete Änderungen durch das Vimala Alphabet

Mittlerweile habe ich das Buch von Vimala gelesen und daraufhin bei Frau Marxmüller-Knopp eine Analyse meiner Handschrift vornehmen lassen. Danach habe ich brav 40 Tage lang vier Buchstaben geübt, Zeile pro Zeile. Das dauerte am Anfang etwas länger, aber hinterher war ich in 20 Minuten durch.

 

Erneuerung der Nervenbahnen durch das Vimala Alphabet

Wie kann es sein, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir unsere Schrift ändern? Unsere Handschrift spiegelt immer auch die Einstellung des Schreibenden zum Leben wider. Jede Art, wie wir wo einen Schnörkel setzen oder eine großzügige Schleife oder ob wir klein oder groß schreiben, führt uns an geheime Orte unseres Unterbewusstseins. Hier können wir erkennen, was wir wirklich von uns halten und wo es hakt. Wenn wir nun beginnen, unsere Art die Buchstaben zu schreiben, zu ändern, werden im Gehirn neue neuronale Verknüpfungen erstellt. Diese wirken sich direkt auf unser Selbstbild und unsere Beziehung zu uns selbst und anderen aus. Wir lernen, umzudenken. Das wird noch verstärkt, indem wir Affirmationen zu den einzelnen Buchstaben bekommen wie z.B. „Ich bin geliebt und beschützt“ oder „Ich bin bereit, meine Talente tatkräftig und in einer greifbaren Form zu nutzen, die die Menschheit in irgendeiner Form unterstützen wird“.

 

5 kleine Veränderungen durch das Vimala Alphabet

Ich möchte euch hier ein paar grundlegende und interessante Veränderungen auflisten, natürlich ist jeder anders und wird auch andere Buchstaben zu üben haben. Vorher wäre es von Vorteil etwa eine Seite zu schreiben, am besten etwas Emotionales, dann könnt ihr direkt vergleichen. Jeder Buchstabe steht für etwas wie Kommunikationsfähigkeit, Bezug zu Geld, Selbstliebe, Erfolg, Urteilsfähigkeit usw.

♦ Grundlegend ist die Veränderung, ein Blatt im Querformat zu nutzen, um kreativer zu sein und die Dinge in einem neuen Licht zu sehen. Außerdem sollen keine Linien oder Kästchen benutzt werden, sondern ein leeres Blatt Papier. Die Buchstaben werden alle recht groß geschrieben, gerade und mit respektablen Abstand.

♦ Der wohl interessanteste Buchstabe ist das kleine f, denn es steht für unsere Talente und Fähigkeiten. Wenn wir das f unten mit der Schlaufe nach links schreiben, bedeutet das, laut Vimala, dass wir uns selbst blockieren, weil wir unsicher sind, was unsere Talente und deren Verwirklichung zum Wohle der Menschheit angeht. Das f, was sie empfiehlt, wird mit beiden Schlaufen oben und unten zur rechten Seite hin geschrieben. Man kann es sich hier

♦ Das kleine B sollte unbedingt hinten geschlossen sein. Wer den Strich von oben nach unten ein Stück offen lässt, lässt das Geld rausfließen. Aha? Seitdem schließe ich es, man weiß ja nie.

♦ Schaut mal, wie viel Rand ihr rechts und links gelassen habt. Links steht für die Vergangenheit, rechts für die Zukunft. Rechts darf es ruhig bis an den Rand gehen. Je weiter links der Rand ist, desto mehr verhaftet ist man in der Vergangenheit und desto schwieriger ist es, sich auf Neuerungen einzustellen.

♦ Die Unterschrift bietet eine große Herausforderung. Erst einmal schauen, ob man nach oben oder unten fliegt mit den Buchstaben. Unten ist eher pessimistisch, oben optimistisch. Wer bei der Unterschrift den Namen durchstreicht, streicht sich selbst auch durch. Soso…

 

Vimala empfiehlt ein Wundertagebuch

Neben dem täglichen Üben der Buchstaben wird das Führen eines Wundertagebuches empfohlen, damit man die Veränderungen dokumentiert. Ja klar, jetzt wollt ihr wissen, was sich bei mir positives verändert hat. Nein, ich bin noch nicht für den Friedensnobelpreis nominiert und habe auch nicht mehr Geld auf dem Konto. Was mir allerdings auffällt, sind so Kleinigkeiten: Ich singe morgens auf dem Weg ins Büro meinem Hund ein Lied von Doris Day vor: The deep blue see, the deep blue sea… Abends liege ich im Bett, beobachte meine Zehen und lache: ich wippe die ganze Zeit. Das mag für den ein oder anderen bekloppt klingen, aber mal ehrlich… wenn ich nicht innen drin ziemlich glücklich wäre und zufrieden, würde ich das wohl kaum tun. Und die größte Veränderung ist, dass ich mir jeden Tag beim Üben des f überlege, wie ich meine Talente für das Wohl der Menschheit nutzen kann und es kommen immer mehr Ideen.

 

In eigener Sache

Ich hätte großes Interesse, Frau Marxmüller-Knopp, die bei Vimala Rodgers persönlich in Kalifornien gelernt hat, nach uns ins schöne Sauerland zu holen für einen Workshop. Hier gibt es super süße Pensionen für wenig Geld. Die Landschaft ist traumhaft. Das Berghaus strotzt nur so von künstlerischer Energie. Also? Wer auch Interesse daran hat, melde sich bitte bei mir mit einer PN an beatrix@meine-schreibbar.de.

 

Danke und allen ein gesegnetes, frohes neues Jahr!

Eure Beatrix

 

 

dtmg

  • Beginnt mit dem Lesen des Buches von Vimala. Vielleicht habt ihr zwischen den Tagen Zeit und Muße, euch dieser neuen Schreibform zu widmen.
  • Schreibt zehn Tage lang alle eure Ideen, die ihr noch verwirklichen wollt mit der Hand auf ein Blatt im Querformat. Ihr werdet merken, dass Ideen schneller und in Fülle fließen.
  • Führt ein Tagebuch, es ist so wertvoll, sich jeden Tag nur ein paar Minuten Zeit zu nehmen für sich selbst. Tagebuch führen ist ein Zwiegespräch mit sich selbst.

 


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