Je länger man oft über gewisse Vorhaben redet, desto weiter schiebt man sie weg. Irgendwann spricht man nur noch über sie in der stillen Gewissheit, sie im Grunde niemals auszuprobieren. So ergeht es vielen Menschen mit der Meditation. Zwar sprechen selbst zahlreiche wissenschaftliche Forschungen für die positive Wirkung des Meditierens, doch irgendwie machen wir es dann doch nicht. Aus Unsicherheit? Aus Faulheit? Aus fehlender Überzeugung? Folgende Fakten werden euch helfen, einfach zu starten und gut. :-)

 

Baut bei der Meditation keine Erwartungen auf: Es geht weder um die Erfahrung der absoluten Leere noch um Erleuchtung. Seid einfach!

Baut bei der Meditation keine Erwartungen auf: Es geht weder um die Erfahrung der absoluten Leere noch um Erleuchtung. Seid einfach!

 

1. Jeder kann meditieren

Ob alt oder jung – jeder Mensch kann meditieren. Je höher ihr jedoch eure Erwartungen schraubt, desto stärker setzt ihr euch unter Druck. Verbietet euren inneren Kritiker sich einzumischen. Meditation fordert rein gar nichts von euch. Alles, worum es geht, ist einfach zu sein. Und in dem Moment, wo ihr bewusst atmet, seid ihr bereits. Das wäre dann eine Art Miniminiminimeditation. Also… ist das nun so schwer?

„Das ist wahre Meditation. Ganz von vorne anfangen, ohne etwas zu wissen. Wenn Sie mit Ihrem Wissen beginnen, enden Sie beim Zweifel.“

Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph

 

2. In der Meditation passiert nichts „Großartiges“

Falsche Vorstellungen, wie zum Beispiel die Erfahrung einer Erleuchtung oder die totale Versenkung lassen uns schnell zweifeln, ob wir auch richtig meditieren. Alles Humbug. Ein Richtig oder Falsch gibt es beim Meditieren schon gar nicht. Tatsächlich passiert nichts Besonderes. Die Wirkung spürt ihr erst später, wenn ihr plötzlich feststellt, dass ihr im Alltag gelassener, kreativer und mitfühlender seid.

 

3. Gedanken gehören zur Meditation dazu

Der größte Irrglaube bei der Meditation ist der, dass wir meinen, mit dem Denken aufhören zu müssen. Dabei sind Gedanken Teil der Meditation. Erst, wenn ihr versucht, eure Gedanken bewusst zu stoppen, werden sie zu Störfaktoren. Nehmt ihr sie dagegen wohlwollend an, sind sie wie Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Über euren Atem kehrt ihr so immer wieder zur gegenwärtigen Präsenz zurück. Außerdem ist jede Meditation anders: Einmal werden wir von Gedanken geradezu geflutet, ein anderes Mal ist nicht viel los am geistigen Firmament – alles kmoplett normal.

 

4. Die Meditation selbst ist das Ziel

„Meditationspraxis muss immer ein Akt der Freiheit sein – ohne Erwartung, ohne ein bestimmtes Vorhaben oder Ziel.“

Chögyam Trungpa

Meditation ist weder Wettrennen noch Wettbewerb. Macht euch davon frei, in einem bestimmten Zeitraum dieses oder jenes erreichen zu wollen. Meditation ist absolut ehrgeizlos. Es geht nicht darum, der Beste zu sein. Es geht nur um euch – darum, man selbst zu sein. Ihr meditiert für euch und für keinen anderen.

 

5. Meditieren könnt ihr überall

Macht eure Meditation nicht von einem Ort abhängig. Im Grunde könnt ihr überall meditieren: in der Bahn, auf der Parkbank, in der Küche oder im Bett. Ihr könnt ganz normal mit den Füßen auf dem Boden sitzen oder im Yogisitz. Liegen geht auch, doch Vorsicht: Nicht einschlafen. :-) Was sich jedoch bewährt hat: Eine feste Zeit am Tage, am besten morgens, so profitiert ihr tagsüber von der Meditation. Außerdem wird eure Meditation dann schnell zur Routine wie das tägliche Zähneputzen.

 

6. Widerstand ist ein gutes Zeichen

„Es gibt kein gutes oder schlechtes Meditieren; es gibt nur das Gewahrsein oder den Mangel an Gewahrsein dafür, was in unserem Leben vor sich geht.“ 


Charlotte Joko Beck,
US-amerikanische Zen-Lehrerin, „Einfach Zen

Die positiven Wirkungen der Meditation mögen euch vielleicht in der ersten Zeit begeistern, so dass ihr fleißig am Ball bleibt. Ihr behaltet in stressigen Situationen einen klaren Kopf, fühlt euch entspannter und selbstbestimmter. Tatsächlich beginnt ihr allmählich anders zu denken und zu fühlen. Die Veränderung eurer gewohnten Identität ist übrigens wissenschaftlich nachweisbar. Nur euer „altes“ Ego mag das so gar nicht und versucht irgendwann vehement um sein Überleben zu kämpfen. Diesen Prozess spürt ihr in Form von innerem Widerstand gegenüber der Meditation. Herzlichen Glückwunsch! An diesem Punkt angekommen, müsst ihr unbedingt weitermachen. Nur so können die positiven Wirkungen langfristig Fuß fassen.

 

7. Für die Meditation ist es immer die richtige Zeitpunkt

Lasst euch nicht vom Meditieren abhalten, weil ihr meint, dass es gerade nicht so gut in eure Lebensphase passt (zu viel Stress, zu viele Sorgen, zu viel unterwegs, zu viel Hin und Her). Spürt ihr eine Sehnsucht nach Stille, eine Sehnsucht nach einer intensiveren Verbindung mit euch selbst, dann ist die Zeit sozusagen reif. Und wenn es letztendlich an eurer Disziplin scheitert? Dann startet ihr ein anderes Mal einen neuen Versuch. Meditation ist komplett druckfrei!

„Und wenn Dir der Begriff Meditation nicht gefällt, dann ersetze ihn einfach durch „Stille Zeit“ oder „Innenschau“, denn es geht nicht um Worte, sondern um die Erfahrung der Ruhe und des Friedens, die Du machen kannst.“

www.changenow.de

 

 

dtmg

  • Damit daraus schnell Routine wird lege ich einen festen Zeitpunkt für meine Meditation fest: jeden Morgen nach dem ersten Kaffee.
  • Mal meditiere ich im Garten mal im Haus. Dabei spüre ich achtsam, was schöner für mich ist.
  • Und wieder ein Post-it :-) : „ehrgeizlos“ – Der ist wichtig, da mein Ehrgeiz bei der Meditation nichts zu suchen hat.

 


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