Wir sind noch immer das Ganze, als das wir geboren wurden, das Ganze, das wir waren, bevor es seine Wunden empfi ng und seine Narben davontrug. Stellen wir in der Meditation Kontakt mit dem Sein her, kehren wir in eine Dimension zurück, die in einem tiefen Sinne jenseits der Narben liegt, jenseits der Leiden, der Isolation und der Fragmentierung. Jon Kabat-Zinn

 

In der Lehre der Achtsamkeit wird immer wieder die Gehmeditation empfohlen. Oft wird sie belächelt, dabei ist gerade diese Art der Meditation sehr effektiv, stellt jedoch anfangs eine große Herausforderung dar.

Am besten beginnst Du damit, das achtsame Gehen zuerst bei Dir zu Hause für circa 10 Minuten zu üben. Bestimmt wirst Du Dir dabei etwas albern vorkommen, wenn Du so ziel- und scheinbar zwecklos durch den Raum wanderst. Aber gerade darin liegt der Wert. Du konzentrierst Dich nur auf das Wahrnehmen: Wie Deine Füße am Boden abrollen, wie sich Deine Beine bewegen und wie sich Dein Körper anfühlt. Da Du zu Hause frei von jeglichen äußeren Ablenkungen bist, wird es Dir hier anfangs leichter fallen, Deinen Geist zur Ruhe zu bringen, dem Du durch das meditative Gehen vermittelst, wie bedeutungslos Eile und Zielfixierung sind.

Wenn Dich Deine Gedanken von der Achtsamkeit ablenken, kannst Du ruhig kurz stehen bleiben und dann wieder bewusst zum Ablauf Deiner Bewegungen zurückkehren. Wenn Du geübter in der Gehmeditation bist, beginne damit, sie täglich auf Deinen Wegen, wie zum Beispiel zur Arbeit oder zum Einkaufen, zu praktizieren. Meistens haken wir diese routinierten Wege zu uns bekannten Zielen im Geiste komplett ab. Im Grunde eilen wir von A nach B und wollen den Weg schnell hinter uns bringen. Sobald wir diese Routine mit Achtsamkeit durchbrechen, werden wir lebendiger und fühlen uns zufriedener und entspannter.

 

„Wir sind noch immer das Ganze, als das wir geboren wurden, das Ganze, das wir waren, bevor es seine Wunden empfi ng und seine Narben davontrug. Stellen wir in der Meditation Kontakt mit dem Sein her, kehren wir in eine Dimension zurück, die in einem tiefen Sinne jenseits der Narben liegt, jenseits der Leiden, der Isolation und der Fragmentierung.“

Jon Kabat-Zinn

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