Wessen Denken ohne Bewusstsein ist, in dessen Wachsamkeit bleiben die Gegenstände der Überlieferung, der Überlegung und der Betrachtung nicht enthalten, so wenig wie Wasser in einem gesprungenen Topf. Shantideva

 

Vielleicht kommen Dir folgende Sätze bekannt vor: Streng Dich an! Sei besser als die anderen! Sei nicht so egoistisch! Mach es perfekt! Nimm Rücksicht! Sei schön fleißig!

Die Reihe solcher Sätze ließe sich fortführen, denn jeder von uns trägt diese oder ähnliche Mahnungen in sich. Es sind die sogenannten inneren Antreiber, die uns Energie und Lebensgenuss rauben. Als Kind haben wir häufig wiederholte Ermahnungen derart verinnerlicht, dass sie mittlerweile fest in uns verankert sind. Im Erwachsenenalter steuern sie nun unterschwellig unser Verhalten. Zum Beispiel schaffen wir es morgens nicht aus dem Haus zu gehen, ohne vorher die Bettdecke aufzuschütteln, selbst wenn wir dadurch riskieren, den Bus zu verpassen. Schließlich muss alles perfekt sein. Und wir verbiegen uns beim Yoga weit über die Schmerzgrenze, denn im Leben muss man immer besser als die anderen sein. Oder wir arbeiten täglich ohne Pause durch, denn Fleiß hat nun mal seinen Preis. Du kennst Deine Antreiber, die Dich quälen. Hinter ihren Mahnungen verbirgt sich immer die Androhung, dass Du nicht liebenswert und nicht in Ordnung bist, sobald Du ihnen nicht gehorchst.

Horche zukünftig mit großer Achtsamkeit in Dich hinein, damit Du Deinen Antreibern auf die Schliche kommst. Am besten Du schreibst sie Dir auf Zettel, streichst sie mit einem Rotstift dick durch und pinnst Dir diese Zettel wie kleine Verbotsschilder überall dorthin, wo sie Dir täglich oft ins Auge fallen. So können sie Dir bald schon nichts mehr anhaben.

 

„Wessen Denken ohne Bewusstsein ist, in dessen Wachsamkeit bleiben die Gegenstände der Überlieferung, der Überlegung und der Betrachtung nicht enthalten, so wenig wie Wasser in einem gesprungenen Topf.“

Shantideva

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