Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling und das Gras wächst von allein. Zhua-ngzıˇ
Der Koalabär macht’s richtig: Schläft er nicht an die 20 Stunden täglich, hängt er faul in den Ästen und kaut Eukalyptusblätter. Nicht ohne Grund ist er neben dem echten Faultier das trägste Säugetier der Welt. Doch Trägheit und Faulheit haben einen negativen Beigeschmack. Pflegst du dagegen deine Muße, klingt das sofort ganz anders.

Lange Zeit war Müßiggang das Privileg des Adels. Die „besseren Kreise“ hoben sich dadurch vom Volk ab. Man pflegte dabei geistige Genüsse wie Literatur, Musik oder Malerei. Basierend auf der christlichen Theologie zählt Müßiggang jedoch zu den sieben Hauptlastern. Daher auch das Sprichwort: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ Doch was ist so verwerflich, wenn du die Füße hochlegst und den Herrgott einen guten Menschen sein lässt? Früher war es normal, dass der „Versorger“ am Sonntag auf dem Sofa das Nichtstun pflegte. Heute verbietet uns unser Gewissen das „Dolce far niente“. Wir nutzen unsere Freizeit möglichst „sinnvoll“.

„Die Arbeit bekommt immer mehr alles gute Gewissen auf ihre Seite: Der Hang zur Freude nennt sich bereits ,Bedürfnis der Erholung‘ und fängt an, sich vor sich selber zu schämen. Man ist es seiner Gesundheit schuldig – so redet man, wenn man auf einer Landpartie erwischt wird.“

  Friedrich Nietzsche

Also Schluss mit den Gewissensbissen. Gönn dir Faulheit und Stunden des Müßiggangs:

„An sich ist der Müßiggang durch-aus nicht die Wurzel allen Übels, sondern im Gegenteil ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.“ 

Søren Kierkegaard

„Still sitzend, nichts tuend,
kommt der Frühling und
das Gras wächst von allein.“

Zhua-ngzıˇ

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