Manchmal müssen wir uns unserer selbst auf mütterliche Weise annehmen, als ob das Leiden ein Kind wäre, das unserer Obhut bedarf. Jon Kabat-Zinn

 

Trauer oder Enttäuschung gehören zum Leben dazu. Plötzlich überkommt dich eine Welle der Wehmut, weil du jemanden schmerzlich vermisst. Nicht immer ist in so einem Moment jemand da, der dir Trost und Halt geben kann. Daher ist es wichtig, dass du mit deinem Schmerz auch allein zurechtkommst. Dir in solchen Momenten jedoch ad hoc Mitgefühl quasi als Notlösung zu schenken, das klappt selten. Selbstmitgefühl ist eine Haltung. Dich liebevoll zu umsorgen, in guten und in schlechten Zeiten, erleichtert es dir, in dunklen Momenten nicht in ein Loch zu fallen. Umsorge dich daher täglich liebevoll, wie du es auch für andere tust.

Oft beschleicht uns das Gefühl, im Grunde doch allein auf uns selbst gestellt zu sein. Etwas trennt uns von den anderen, auch wenn wir dieses „Etwas“ nicht fassen können. Es hilft, wenn du dir klar wirst, dass dieses Gefühl jeder in sich trägt. Damit bist du nicht allein. Sobald du dich jedoch innerlich berühren lässt und deine Sehnsüchte mit dem Außen verbindest, fühlst du dich weniger isoliert. Das geschieht beispielsweise beim Lesen. In der Geschichte des Buches erkennst du deine eigenen Gefühle wieder. Du fühlst dich aufgehoben und findest hier einen Zufluchtsort. Auch Kunstwerke oder Musik haben diese tröstende Wirkung. Sie schenken uns ein Gefühl der Verbundenheit. Wir fühlen uns gesehen und verstanden. Sobald du übrigens jemand anderem Trost schenkst, wirst du ebenfalls gestärkt. Der Tröstende wird quasi zum Getrösteten.

 

„Manchmal müssen wir uns unserer selbst auf mütterliche Weise annehmen, als ob das Leiden ein Kind wäre, das unserer Obhut bedarf.“

Jon Kabat-Zinn

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