„How to be cool“ – So lautet der Titel einer Veranstaltung der Modern Life School, an der ich Ende des Monats teilnehmen werde. Mein pubertierender Teenager zuhause ist zur Zeit nur noch cool: Wie er sich lässig die Haare gelt, in aller Seelenruhe auf dem letzten Drücker zur Schule schlurft, kaltschnäuzig das Ausräumen der Spülmaschine verweigert, locker die Schulhefte in den Schrank fläzt, zurückhaltend von seinem Tag erzählt und gelassen meine Tiraden über sich ergehen lässt. So, da haben wir sie so gut wie alle zusammen: Die Begriffe, mit denen man „Coolness“ definiert. Doch keine Sorge, ich habe mich nicht dort angemeldet, um meinem Sohnemann nachzueifern. Wobei….etwas von seiner Coolness täte mir ganz gut.

Coolness für gesunde Selbstliebe

Im Grunde ist es doch egal wie wir es nennen. Neulich jedenfalls erzählte mir eine Bekannte, dass sie in Sachen „Mindfulness“ coachen würde. „Und was machst Du so?“ Da kam ich mir mit meiner Achtsamkeit etwas altbacken vor. „Mindfulness“ klingt irgendwie sexier. Trotzdem sehe ich zwischen Gelassenheit und Coolness einen Unterschied. Gelassenheit ist für mich die sanftere, freundlichere, liebevollere Variante. Coolness kommt schon ziemlich frech und aufmüpfig daher. Und das ist auch gut so! Denn immer nur lieb geht auch nicht. Das würde unsere Gelassenheit arg strapazieren. :-) Für mich hat Coolness viel mit gesundem Egoismus und Selbstliebe zu tun.

Gelassenheit üben mit einer Portion Coolness – Dazu gehört auch, sich nicht um die Meinung der anderen zu scheren.

Gelassenheit üben mit einer Portion Coolness – Dazu gehört auch, sich nicht um die Meinung der anderen zu scheren.

Coolness hebt das Selbstbewusstsein

Cool zu sein verbindet man immer mit Selbstbewusstsein. Übt euch einmal in coolen Gesten. Davon gibt es jede Menge: Zum Beispiel Finger in den Hosengürtel haken und mit wiegenden Hüften durch einen Raum schlendern. Ein bisschen macho-like. :-) Nehmt dabei die Veränderung achtsam wahr. Könnt ihr spüren, wie diese Geste der Coolness euer Selbstvertrauen hebt? Achtet ebenso darauf, wie euer cooles Auftreten immer einen gewissen Abstand mit sich bringt. Das kann von Vorteil sein, wenn ihr dazu neigt, euch selbstlos zu involvieren oder die Dinge schnell persönlich zu nehmen. Im Grunde ermöglicht euch Coolness eine Art achtsame Distanz. Jawohl: und Gelassenheit! Vielleicht fällt euch beim Üben der coolen Gesten auch auf, dass „cool sein“ jede Menge Humor in sich birgt. Und wer über sich selbst lachen kann, der ist nun wirklich cool. :-)

Coolness schützt vor Negativität

Na gut, mein „cooler Sohn“ hat auch Momente des Selbstzweifels, logisch. Doch Coolness lässt euch das Leben tatsächlich etwas „kühler“ betrachten. Nach dem Motto, „Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Ich denke schon, dass eine Portion Coolness uns davor bewahrt, alles sofort so tragisch, dramatisch und existenziell zu beurteilen. Keep cool – Davon geht die Welt nicht unter. Diese Einstellung ist Gelassenheit pur.

Na gut, mal sehen, was ich bei der Veranstaltung noch so alles über Coolness und Gelassenheit erfahre. Ich werde euch unbedingt von meinen coolen Einsichten berichten. :-)

 

 

dtmg

  • Ich übe coole Gesten und spüre achtsam nach, welche Veränderungen ich in Bezug auf mein Selbstbewusstsein fühle.
  • Ich klebe mir einen Post it für mehr Gelassenheit an den Computer: „Keep cool“.
  • „Keep smiling“ wäre auch eine Variante: Ich versuche Gelassenheit zu praktizieren, indem ich in ärgerlichen Situationen einfach über mich selbst lache.

 


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