Gastbeitrag von Beatrix Schulte:

Meine-Schreibbar-Bloggerin und Autorin des Buches „Die Seelenfeder“.

 

Mal ehrlich, könnt ihr diese Sprüche auch nicht mehr sehen wie „Du entscheidest, welches Leben du führen willst, deine Gedanken werden wahr oder du schaffst alles, was du willst“? Sie springen uns meistens auf den Kalendern zum Abreißen entgegen. Wir ziehen das Blatt ab, um abends frustriert festzustellen, dass die Entscheidungen am Tag schon viel zu lange jemand trifft, den wir eigentlich gar nicht mögen: der innere Schweinehund. Um den soll es bei einer neuen Übung, die ich vor ein paar Wochen eher zufällig entdeckt habe, gehen: Das Schreiben an den inneren Schweinehund!

Die Stimmen in uns

Denn es ist ja so: Es bleibt all das gleich, was wir eigentlich nicht mehr wollen wie Gewicht, nerviger Job, Faulheit, Trägheit, Unzufriedenheit, Selbstwertprobleme, Ängstlichkeit oder Sorgen, weil irgendein Teil in uns gegen Veränderung ist. Wenn alle Teile in uns dafür wären, juchhu, dann würde es richtig abgehen. Aber da ist neben der motivierenden Stimme, die durchaus für Zufriedenheit, Bewegung, Fitness, gute Ernährung oder Freude im Alltäglichen empfänglich ist, auch eine andere Stimme. Bei mir sagt sie frecherweise, während ich gerade ein Stück Kuchen mit Sahne esse: Ist doch egal. Die andere Stimme bäumt sich auf und sagt: Nein, mir ist es nicht egal. Dann habe ich aber meistens schon den Löffel mit Sahne im Mund.

Der innere Schweinehund

So, nun wird es aber interessant: An diesem Beispiel wird deutlich, es gibt mehrere Stimmen in uns. Forscher nennen es das Bewusste und Unbewusste, wir nennen es oft die Vernunft und den inneren Schweinehund. Bei denen, die jetzt diesen Artikel lesen, weil sie sich gerade nicht innerlich wohlfühlen, gewinnt meistens die Stimme, der alles was mit Veränderung, guter Ernährung und Fitness zu tun hat, völlig egal ist. Die andere Stimme ist aber durchaus auch da, die, die nach dem fettigen Essen völlig fertig in der Ecke hängt, sich an den Bauch packt und dermaßen unzufrieden ist, weil wieder die andere Stimme gewonnen hat.

 

 

Führung übernehmen im Inneren

Wir halten fest: Die unterschiedlichen Stimmen wollen alle was anderes. Wer hat hier denn die Führung? Mal die eine, mal die andere, oder? Lieber wäre uns die, die für Zufriedenheit, gute Ernährung und Fitness ist, oder? Oft siegt die andere, gerade dann, wenn wir eh genug Stress haben. Der Grund ist einfach, denn wenn wir eh Stress haben, können wir nicht mehr ganz klar denken und wir wollen wenigstens in dem Bereich zu Hause unsere Freiheit haben. Im Beruf stoßen wir auf genügend Dinge, die uns Überwindung kosten, nicht auch noch abends.

Veränderung kostet Kraft

Stopp! Ganz wichtig! Überwindung! Alles, was mit Veränderung zu tun hat, kostet uns Überwindung und das ist anstrengend. Fragt mich nicht, welche Stoffe im Körper da jetzt benötigt werden, es ist definitiv aber so, dass unser Körper Kraft aufwenden muss, um sich zu verändern, auch wenn es hin zum Positiven ist.

Wozu braucht er diese Kraft? Vielleicht für das ewige Hin und Her unserer Stimmen? Und wir innerlich zerrissen von einer Stimme zur nächsten wechseln und uns selbst nicht mehr zuhören wollen? Und genau das den Frust ausmacht?? Eigentlich logisch, oder? Jetzt an diesem Punkt kommt das „Schreiben an den inneren Schweinehund“ ins Spiel.

Schreiben als Lösung

Nehmt euch morgens (abends ist der Tag schon gelaufen) ein Heft, schlagt es auf und beginnt mit diesem inneren Schweinehund einen Dialog. Hier ist Zeit, sich dem Teil in uns zu widmen, das hat er verdient. Ihr beginnt ihn vielleicht zu beschimpfen, „Mensch, kannst du nicht aufhören mit dieser Fresserei (bitte ruhig die Wörter verwenden, die ihr in echt verwendet, wenn ihr euch beschimpft) zwischendurch? Das ist ja eckelig, was du am Tag in dich reinstopfst“. Jetzt lasst ihr den Schweinehund antworten: „Es ist aber so lecker und ich habe genug Arbeit, ich sehe gar nicht ein, mich auf noch einem Gebiet zu verbiegen, ich will essen, was mir vor die Nase kommt. Es ist doch eh alles egal. Abnehmen tu ich eh nur, um wieder zuzunehmen.“ Dann kommt der andere Teil: „So kann es aber nicht weitergehen. Ich will so nicht leben, ich will fit sein und schlank und ich möchte verdammt nochmal das Leben genießen. Was könnten wir also tun?“
– „Du meinst wir? Ich tue gar nichts!“
– „Wir können das nur gemeinsam tun, solange wir gegeneinander in einem Körper kämpfen, kann das nichts werden mit Zufriedenheit.“
– „Hör mal, ich bin zufrieden, wenn ich meine Chipstüte abends vor einem guten Film leeren kann. DAS macht mich glücklich.“
– „Nur solange bis die Tüte leer ist. Dann kommt danach ein ganz anderes Gefühl.“
– „Das ist mir egal“.
– „Mir nicht. Es ist mir wichtig, gesund zu leben, beweglich zu bleiben, mich gut zu fühlen.“
– „Pech!“
– „Lass es uns doch gemeinsam machen.“
– „Du willst nichts gemeinsam machen, du willst mich besiegen. Wenn du es gemeinsam machen wolltest, würdest du mich fragen, warum ich nur noch abends an Chips und Fernsehen denke.“
– „Ok, ich frage dich jetzt!“
– „Ich will meine Ruhe, ich will mich entspannen, mich auf was freuen, was keine Anstrengung kostet“
– „Du willst Entspannung und Ruhe und Freude. Das ist seltsam, das will ich nämlich auch.“
– „Ja, komisch.“
– „Wie könnten wir das denn gemeinsam hinkriegen?“
– „Verbinden vielleicht? Erst joggen und dann Chips?“
– „Generell joggen morgens, abends noch eine Runde um den Block gehen und mal wieder ein Buch lesen?“
– „Wo bleibt da Entspannung?“
– „Die kommt vom Joggen.“
– „Ich dachte da eher an Ausruhen.“
– „Abends mal ein paar Minuten nur hinsetzen und durchatmen?“
….. usw. usw.

Frieden schließen mit dem Schweinehund

Klingt verrückt? Ist es aber nicht. Es wirkt! Und wie! Man wird sich klar, was man will und warum. Man verteidigt seine Werte, seine Wünsche für die Zukunft und man bezieht den anderen Teil, der sich dagegen sperrt, mit ein. Nur so kann es funktionieren. Es ist ein Zusammenspiel der unterschiedlichen Anteile in uns. Wenn wir das hinkriegen, werden wir tagsüber ein ganz anderes Bewusstsein haben, wir werden achtsamer und hören genau hin, welche Stimme gerade in uns spricht. Wir akzeptieren beide und schließen Frieden. Veränderung, sagen Psychologen, entsteht nur aus diesem inneren Frieden heraus. Wenn wir alle Teile in uns respektvoll annehmen und keinen verleugnen, gehen wir mit allen Kräften in den neuen Tag. Und jeder Tag hält für uns Überraschungen bereit, die wir mit Freude und Leichtigkeit wuppen.

In diesem Sinne

Eure Beatrix

 

 

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