Natürlich wird man mit dem Alter selbstsicherer und unabhängiger von der Meinung anderer. Bei meiner Tochter (13 Jahre) erkenne ich genau, wie sie plötzlich auf cool schaltet sobald wir zum Beispiel einige ihrer neuen Klassenkameraden beim Einkaufen treffen. Ich sehe es an ihrer Haltung und dem Gesichtsausdruck. Das ist normal. Danach sagt sie mit einem Grinsen, sie müsse so sein, das würde ich doch verstehen, oder? Klar, verstehe ich das. Doch unter uns, so ganz frei bin ich davon auch nicht – trotz des Alters. 🙂

 

Freiheit beginnt im Kopf: Eure Gedanken entscheiden, wie frei ihr euch fühlt und bewegt.

Freiheit beginnt im Kopf: Eure Gedanken entscheiden, wie frei ihr euch fühlt und bewegt.

 

Freiheit basiert auf Eigenliebe

„Denn wenn man nicht an sich selbst und seine eigene Wirksamkeit glaubt, dann glaubt man eher an die Ratschläge, Ideen und Wünsche anderer Personen. Man gibt den Gedanken anderer mehr Wert als den eigenen.“

www.stephanwiessler.de

Je mehr ihr mit euch selbst im Reinen seid, je gelassener ihr in eurem wahren Selbst ruht, desto weniger wertet ihr und urteilt über euch und andere. Wir können loslassen, denn unsere Eigenliebe bedarf keiner Rettungsanker im Außen. Unsere Liebe zu uns selbst trägt uns sicher und schenkt uns Geborgenheit in jeder Situation. Nur ist das mit der Eigenliebe leider nicht immer so selbstverständlich. Vielleicht hilft hier ein Perspektivenwechsel: Euren Partner oder besten Freund empfindet ihr auch dann als liebenswert, wenn er nicht perfekt, wenn er unzufrieden oder traurig ist. Und ihm ergeht es mit euch ebenso. Schlüpft in seine Rolle und betrachtet euch mit seinen Augen.

Das Erkennen der Unterschiedlichkeit schenkt uns Freiheit

Ein guter Freund hat mir neulich ein Buch gegeben: „Wie ich meine Angst vor Zurückweisung überwand und unbesiegbar wurde“ von Jia Jiang. Um seine Angst vor Zurückweisung, zu überwinden, startet der Autor ein ungewöhnliches Projekt: 100 Tage lang begibt er sich in ungewöhnliche Situationen, die im Grunde mit einer Ablehnung enden müssten und filmt sich dabei. Letztendlich findet er dabei heraus, wie man eine Zurückweisung nicht persönlich nimmt und wie man ein „Nein“ ins Positive wendet.

„Aufgrund dieses Versuchs wurde mir etwas sehr Wichtiges klar: Menschen konnten völlig unterschiedlich auf eine Bitte reagieren, und das sagte nichts über mich selbst aus. … Ihre Antworten spiegelten ihre eigene Einstellung, …“

 

Und weiter schreibt Jia Jiang, dass die Reaktionen der Menschen auf seine Anliegen wesentlich mehr über sie selbst aussagen würde als über ihn beziehungsweise sein Anliegen.

Schaut auch mal unter: www.rejectiontherapy.com

 

Freiheit beginnt in euren Gedanken

Ich gehöre noch einer Generation an, wo die Meinung der Nachbarn und anderen Menschen sehr viel zählte. Das ist in mir drin. Deswegen mache ich auch gute Miene selbst wenn es mir schlecht geht, denn was denken sonst die Anderen? Immer schön nett und freundlich – schrecklich. Besonders bewusst wurde mir diese Konditionierung neulich, als ich meine kranke Mutter besuchte. Sie ist sehr von ihrer Krankheit gezeichnet und als ich sie fragte, wo ich sie denn mal mit dem Rollstuhl hinfahren soll, was sie gerne unbedingt noch einmal sehen möchte, antwortete sie: „Dorthin, wo ich alles sehe, mich aber keiner sieht.“

Mich hat diese Antwort sehr betroffen gemacht. Das sitzt… das sitzt so tief.

 

 

dtmg

  • Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was wohl die anderen über mich denken, ermahne ich mich: „Lass es gut sein, niemand macht sich so viele Gedanken um dich wie du selbst- so wichtig bist du nicht.“  🙂
  • „So wie ich bin, bin ich gut.“ – Das ist mein neues Mantra zur Stärkung meines Selbstbewusstseins.
  • Achtsam betrachte ich die Menschen. Sie sind alle komplett unterschiedlich und entsprechend unterschiedlich sind ihre Ansichten und Meinungen geprägt durch Vergangenheit, Erfahrungen, Umfeld, etc. Daher ist es logisch, dass sich jeder Mensch ein ganz eigenes Bild von mir macht.

 


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