Gastbeitrag von Beatrix Schulte:

Meine-Schreibbar-Bloggerin und Autorin des Buches „Die Seelenfeder“.

 

Es gibt sie, die Bücher, die etwas verändern können, ohne groß etwas zu versprechen. Die, die etwas anbieten, was man selbst ausprobieren muss. Keinen Ratschlag, sondern Anleitungen zum Selbermachen. Seitdem ich mir das Ebook „99 Wege zur Achtsamkeit“ von Jutta Vogt-Tegen runtergeladen habe und die Übungen so überall machen kann, wo ich gerade bin, fühlt sich mein Alltag ziemlich lebendig an. Davon möchte ich euch heute berichten, indem ich euch teilhaben lasse an meinen Erfahrungen mit diesen sehr einfachen und praktischen Achtsamkeits-Übungen.

 

 

Lektion 20 empfiehlt, öfter mal „Hans-guck-in-die-Luft“ zu spielen. Ich soll mir Wolkenglück gönnen. Ich bleibe sofort auf der Straße stehen und schaue nach oben. Ich beobachte das Spiel der Blätter an dem Baum über mir und beobachte die Wolken daneben. Früher habe ich mit meinem Bruder die Wolkenformationen beobachtet und es war irre, was wir dort alles gesehen haben: Von wunderschönen Engeln bis Monstern mit langen Ohren war alles dabei. Ich komme mir vor wie das kleine neugierige Kind voller Entdeckungsgeist. Im Augenwinkel sehe ich, wie mir ein Nachbar entgegen kommt. Ich schaue ihn an und er grinst. Wetten, er hat nicht das gesehen, was ich alles gesehen habe?

Lektion 32 preist das Lächeln. Ich soll während des Tages möglichst viel lächeln. Nichts leichter als das! Ich lächle sowieso morgens beim Gassigehen mit meinem Hund alle an, die mir entgegen kommen. So Quatschen und Lachen am frühen Morgen, das tut gut. Mittags lese ich wieder in meinem Ebook. Ich soll auch lächeln, wenn ich eigentlich  wütend bin oder genervt. Als ich das lese, kommt mir gleich die Szene von Louis de Funes in den Sinn „Nein! Doch! Oh!“ Meine Augen sind zu Schlitzen verkleinert, während mein Mund breit grinst, als mir doch schon wieder auf dem Feldweg, der nur von Förstern befahren werden darf, ein Auto entgegenkommt. Und was sehen meine kranken Augen da? Genau. Er grinst zurück und macht eine entschuldigende Geste. Weg ist meine Wut, ich muss lächeln…

Lektion 51: Auf meinem Spaziergang durch den Wald soll ich achtsam den Schritten nachspüren, den Kontakt der Füße mit dem Boden erspüren. Automatisch gehe ich langsamer und bemerke dabei, dass ich einen ungleichmäßigen Gang habe, was daran liegt, dass ein Bein kürzer ist. Gemerkt habe ich das noch nie bewusst. Meinem Körper kostet es aber sicher eine Menge Kraft, das auszubalancieren, denke ich. Plötzlich taucht direkt vor mir ein Reh auf und schaut mich fragend an. Nein, das muss ich jetzt wirklich nicht anlächeln. Doch die Schönheit dieses zarten Tieres lässt automatisch mein ganzes Gesicht strahlen. Und mein Herz weitet sich unter dieser Begegnung.

Lektion 28 übt das Schweigen: Ich sitze mit meinen Künstlerkolleginnen zusammen im Atelier, hinter uns und neben uns halbfertige Porträts von Drillingen. Meine Kollegin sagt, wie dankbar sie für unsere Freundschaft ist. Nein, ich antworte nicht sofort, auch wenn ich etwas verlegen bin. Ich schweige und lasse diese Dankbarkeit auf mich übergreifen. Sie legt sich auf uns alle und verbindet uns. Ein sehr inniges Gefühl.

Lektion 62 wirkt spannend. Ich soll mich schütteln wie ein Hund. Mein Hund Fin schüttelt sich laufend, ich mag das Geräusch und seinen Blick dabei. Ich denke darüber nach, wo ich diese Übung denn am besten machen kann, OHNE dass mich jemand sieht. Nein, das werde ich sicher nicht vor Menschen machen. Obwohl… mit Kindern wäre es sicher lustig. Ich verabrede mich mit meiner kleinen Nichte und meinem Neffen. Da schließe ich direkt die Lektion 69 an: Schnauben wie ein Pferd.

Bei Lektion 67 „Hol mal Luft“ geht es ums Atmen. Ein und Aus, ohne Bewertung. Bewusst halt. Als meine Freundin am Badezimmerspiegel das Post-it „Atmen“ sieht, wie es die Übung empfiehlt, glaubt sie natürlich endgültig, ich sei einer Sekte beigetreten. Ihr Blick sagt so was wie: Die arme Bea, was ist nur aus ihr geworden? Ich trage es mit Fassung und atme tief ein und aus.

Mein Fazit: Aus einem ganz harmlosen Ebook sind wunderschöne Erlebnisse geworden, die mich alten Hasen sehr überraschen. Man muss es einfach nur wirklich tun! Ich hätte nie gedacht, dass es so einfach ist, sich wieder wie ein Kind zu fühlen. Und dass es mich innerhalb von Minuten so herrlich leicht und fröhlich macht. Danke Jutta!

Eure Beatrix

 

 

Edition Achtsamkeit als eBook

Überall wo es eBooks gibt beispielsweise hier:

 

Thalia: Achtsamkeit 99 Wege zur Achtsamkeit Die Kraft der Intuition
Amazon: Achtsamkeit 99 Wege zur Achtsamkeit Die Kraft der Intuition

 

 

dtmg

  • Übt jetzt direkt nach dem Lesen das Schütteln wie ein Hund und das Pferdeschnauben. Wie fühlt ihr euch danach?
  • Führt nebenher ein Achtsamkeits-Tagebuch. Schreibt darin öfter am Tag auf, was euch bewegt oder was ihr seht und hört. Das kann euch direkt ins Hier und Jetzt bringen.
  • Lest die weiterführende Lektüre über die Grundlagen der Achtsamkeit und Die Kraft der Intuition.

 


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