Was soll ich bloß zuerst machen? Die Zeit rast und ich stehe da und werde immer untätiger, denn je mehr sich vor mir auftürmt, desto passiver werde ich. Kennt ihr dieses Gefühl auch? Prioritäten setzen wäre jetzt nicht schlecht, aber innerlich kreist und kreist ein Wirrwarr aus Anforderungen und Pflichten. Gelassenheit – oh, ja, das wär`s jetzt! Wie war das noch mal mit der inneren Ruhe? Die kann ich grad irgendwie nicht aktivieren, hat sich zur Ruhe gelegt.

 

Die Quelle unserer inneren Ruhe ist immer vorhanden. Wir müssen es nur zulassen, uns mit ihr zu verbinden und unsere vielen Gedanken loslassen.

Die Quelle unserer inneren Ruhe ist immer vorhanden. Wir müssen es nur zulassen, uns mit ihr zu verbinden und unsere vielen Gedanken loslassen.

 

Zu viele Entscheidungen stören unsere Innere Ruhe

Tatsächlich stressen uns die vielen Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen müssen. Das beginnt bereits im ganz, ganz Kleinen: Beispielsweise blinkt eine SMS oder WhatsApp auf unserem Handy auf und wir müssen entscheiden, ob wir sie sofort lesen und wenn ja, ob wir auch sofort darauf reagieren wollen.

Der israelisch-amerikanische Psychologe Daniel Hahnemann, der für seine Forschungen über die Kunst der Entscheidung 2002 den Nobelpreis bekam, will herausgefunden haben, dass wir uns 40 Millionen Mal am Tag entscheiden.“

aus: „Zeit Magazin“

Im Grunde basiert alles was wir täglich tun auf Entscheidungen. Das beginnt morgens bei der Frage, welche Marmelade wir auf unser Frühstücksbrötchen streichen möchten oder lieber doch Müsli? Ob wir auf dem Weg nach draußen noch den Müll mitnehmen, ob wir jetzt oder später die Straßenseite wechseln etc. Minimale Entscheidungen, scheinbar routinierte Abläufe, doch viele Entscheidungen laufen unbewusst ab. Dadurch sind wir quasi permanent auf Empfang.

 

Zu viel Lärm erschwert es, die Innere Ruhe aufrecht zu erhalten

Abgesehen von den vielen Entscheidungen sind es auch die akustischen Reize, die es schwer machen, uns mit unserer Inneren Ruhe zu verbinden. Denn diese Ruhequelle ist immer in uns vorhanden, wir müssen uns nur mit ihr verbinden. Vielleicht sind wir dann so clever und nehmen uns einen Abend oder sogar einen ganzen Tag lang frei von all den leidigen Verpflichtungen. Doch Achtung: Dann dudelt das Radio, der Geschirrspüler rumort, aus den Kinderzimmern hört man Gesabbel oder Zankerei und natürlich klingelt entweder das Handy oder der Paketbote läutet an der Haustür. Der ganz normale Alltagstrubel, der unterschwellig an den Nerven zerrt.

„Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse leiden rund 80 Prozent aller 30- bis 40-Jährigen an emotionaler Erschöpfung.“

www.gu-balance.de

Natürlich lassen sich viele Geräusche nicht vermeiden. Doch statt achtlos darin unterzugehen, setzt euch einen Augenblick aufrecht auf einen Stuhl, schließt die Augen, atmet bewusst ein und aus und spürt in euch hinein. Schnell verblassen die Geräusche im Außen und ebenso schnell spürt ihr diese Innere Ruhe, die im Grunde jeder Zeit abrufbar ist.

Zugegeben, anfangs sind da viele Gedanken, die diese Verbindung unterbrechen. Doch je öfter ihr euch während des Tages auf diese Art und Weise mit eurer Ruhequelle verbindet und dabei die Gedanken als solche wahrnehmt jedoch sofort wieder loslasst, desto leichter wird es euch mit der Zeit fallen.

 

Im Loslassen der Gedanken bahnen wir uns den Weg zur Inneren Ruhe

„Die meiste Unruhe, die wir den ganzen Tag lang fühlen, entspringt unseren Gedanken.“

www.inarudolph.de

Um aus dem ewigen Gedankengewusel auszusteigen hilft auch eine kurze Visualisierung: Ihr setzt oder legt euch entspannt hin, schließt die Augen und stellt euch gedanklich einen Ort der Ruhe vor. Das kann zum Beispiel ein bestimmter Urlaubsort sein (Strand, Berge, Dünen, etc.),  oder ein Sehnsuchtsort eurer Fantasie. Stellt euch vor, ihr würdet an diesem Ort verweilen und ihn mit allen Sinnen genießen. Atmet dabei gleichmäßig ein und aus und genießt für ein paar Momente diesen Ruheort, der euch entspannt und gleichzeitig energetisch kräftigt.

Je öfter ihr diese Visualisierung praktiziert und je öfter ihr diesen bestimmten Ort in Gedanken besucht, desto selbstverständlicher wird er zum Sinnbild eurer Inneren Ruhe und damit zu einem heilsamen Zufluchtsort.

 

 

dtmg

  • Mindestens einmal täglich verbringe ich eine Minute in Stille und klinke mich damit aus dem aktiven Erleben aus, um mich und meine innere Ruhequelle zu spüren.
  • Ich werde einmal einen Tag lang bewusst darauf achten, welche Entscheidungen ich täglich treffen muss. Viele sind vielleicht komplett überflüssig, weil ich mich mal wieder für alles verantwortlich fühle, obwohl ich es gar nicht bin (Achtung: Konditionierungen!)
  • Ebenso bewusst werde ich auf den Lärmpegel um mich herum achten. Wo und wie kann ich ihn reduzieren?

 


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