Gastbeitrag von Beatrix Schulte:

Meine-Schreibbar-Bloggerin und Autorin des Buches „Die Seelenfeder“.

 

Achtsamkeit ist seit langem das Thema der Zeitschriften: es geht um achtsames Essen, Schlafen, Gehen, Laufen, Kommunizieren, Lieben, Leben. Zur Zeit findet man ein neues Schlagwort: Kreativität. Es wird gebastelt, gehandwerkt, gemalt. DIY-Gruppen gibt es massenhaft. Was steckt hinter dem neuen Trend? Worum geht es? Kreativität lockt aus uns das hervor, was an schöpferischen Kräften in uns ist. Kreativ ist meines Erachtens jeder, niemand hat dazu mehr oder weniger Talent. Es muss einfach aus einem herausgelockt werden.

 

Kreativer Flow verleiht uns Flügel

 

Kreatives Versunkensein

Kreativität kann zu einer Berufung werden. Wer malt, schreibt oder Bildhauerisch tätig ist, versinkt ganz im Augenblick. Kreatives Handeln ist immer achtsam. Versunken ist man, wenn man nicht mehr weiß, was um einen herum geschieht. Man erzählt sich von Einstein folgende Geschichte. Er traf mittags auf der Straße einen Freund, sie redeten etwas und plötzlich fragte Einstein ihn, ob er von seinem Haus weg gegangen sei oder auf das Haus zugegangen. Der Freund meinte irritiert, er sei vom Haus her auf ihn zugekommen. Da freute sich Einstein und meinte: „Ah, gut, dann habe ich bereits gegessen“ – und ging wieder an seine Arbeit.

Meiner Meinung nach war das ein glücklicher Mann. Auch wenn er nicht achtsam gegessen hat, so hat er doch sein Leben der Kreativität gewidmet: im kreativen Denken und Erschaffen fand er Erfüllung.

 

„Eine Entdeckung macht man, wenn man sieht, was jeder gesehen hat, und dabei denkt, was noch niemand gedacht hat.“

Albert von Szent-Györgyi

 

Ich persönlich erkannte meinen Weg des Künstlers erst mit gleichnamigen Buch von Julia Cameron. Ich begriff dabei folgendes:

Aha, ich darf das, rumspinnen, Spaß an Ideen haben, ich muss nicht vernünftig sein…

Aha, Schreiben ist eine Kunst und wenn ich es liebe, liegt da eine Begabung…

Aha, kreativ sein ist der Schlüssel zu Erfolg….

Aha, kreativ sein wird nie versiegen, es gibt immer neue Ideen. Dafür müssen wir das Rad nicht neu erfinden, aber wir fügen was Neues hinzu. Und so geht das mit jedem Produkt, mit jeder Idee.

Aha, mit anderen zusammen kreativ sein , bringt mich noch einen Schritt weiter…

 

„Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn sie unsere einzige ist.“

Émile Chartier

 

Freies Schreiben

Freies Schreiben wie ich es in der Seelenfeder genau erläutere, fördert die Kreativität, man kommt auf tolle Ideen, wenn man seine Gedanken und Gefühle ernst nimmt. Man kommt auf tolle Ideen, wenn man achtsam in der Welt ist, Gesprächen zuhört und sie notiert oder Beobachtungen in Worte kleidet. Nutzt dieses wunderbare Instrument, wenn ihr vor neuen Aufgaben steht. 5 Minuten reichen schon, um auf neue Ideen zu kommen.

Schreiben kann noch mehr. Es entspannt, sodass beide Gehirnhälften angesprochen werden: Verstand und Gefühl kommen zusammen und bilden eine Einheit auf dem Papier. Das Unterbewusste kommt zu Wort, wir erkennen Muster, Glaubenssätze und längst versteckte Gefühle.

 

Wartet nicht auf den geeigneten Augenblick

Wartet nicht darauf, dass ihr Zeit und Muße habt, zu schreiben. Schreibt in jeder freien Minute, schafft euch Rituale, in denen ihr 10 Minuten frei schreibt. Auch braucht Schreiben keine Vorkenntnisse. Jeder kann heute damit beginnen. Führt Tagebuch oder schreibt einfach mal ein kleines Gedicht. Irgendwann werdet ihr das Schreiben fest in euren Alltag integrieren, einfach weil es unglaublich heilsam und schön ist, sich auf dem Papier zu begegnen.

Eure Beatrix

 

 

dtmg

  • Wenn ihr auch eine von denen seid, die sich wertvolle Blanco-Bücher kaufen oder schenken lassen, in die sie sich dann nicht trauen reinzuschreiben, schreibt darüber, nicht anfangen zu können, weil dieses Buch so etwas Besonderes für euch ist.
    Ich finde keinen Anfang, weil ich denke….fühle…meine….
  • Bringt einen Monat lang morgens alles aufs Papier, was in euch ist. Es muss nicht bedeutend sein, bemerkenswert oder besonders, es muss nur eurem Inneren entsprechen.
  • Fischt nach diesem Monat aus dem Geschriebenen schöne Sätze heraus, verbindet sie neu und versucht euch in einem Gedicht.

 


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