Gastbeitrag von Beatrix Schulte:

Meine-Schreibbar-Bloggerin und Autorin des Buches „Die Seelenfeder“.

 

Wer sich ein Foto von Louise Hay oder ihre zahlreichen Videos im Netz anschaut, spürt sofort, da ist etwas an ihr, das ganz klar, heil und echt ist. Sie redet über etwas, das sie durchlebt hat, über das sie sich erhoben hat und das sie zutiefst erfüllt. Sie hat ihre Arbeit geliebt. Sie hat so viele Bücher geschrieben, das mir schwindelig wird. Sie hat über 50 Millionen Bücher weltweit verkauft. Sie hatte einen eigenen Verlag und solche Größen wie Esther und Jerry Hicks nach vorne gebracht.

 

Achtsam den Gedanken gegenüber

Sie wollte Menschen wie uns dazu bringen, achtsam den eigenen Gedanken zu begegnen und diese auf sanfte Art und Weise Schritt für Schritt zu verändern. Unser Denken erschafft Erfahrungen. Es hängt von unserem Denken ab, wie sich unsere Zukunft gestaltet. Wenn wir so wollen, haben wir ständig Affirmationen im Kopf, nur selten wirklich gute und heilsame. Louise Hay machte sich an die Arbeit und begann ihren eigenen positiven inneren Dialog zu steuern. Sie sagte sich Tag für Tag, Stunde für Stunde positive Sätze und es führte schließlich zu ihrer inneren und äußeren Heilung.

 

Die wohl bekannteste Übung von Louise Hay: In den Spiegel schauen und sich sagen, dass man sich liebt.

Die wohl bekannteste Übung von Louise Hay: In den Spiegel schauen und sich sagen, dass man sich liebt.

Affirmationen von Louise Hay: Zuckerguss über Scheiße?

Einer meiner Trainer sagte zu der Arbeit mit Affirmationen, all das sei „Zuckerguss über Scheiße“. Wer nicht tief in den Schmerz reingehe, der heile ihn auch nicht. Es gibt viele Vorwürfe an die Arbeit von Louise Hay, hier sind die wichtigsten und meine Gedanken dazu:

  • Das ist Ego-Denken. Die meisten Affirmationen beginnen mit „Ich bin…“, was einige dazu verleitet, direkt darüber zu urteilen. Man würde bei mehrmaligem Wiederholen dieser Sätze nur noch weiter um sich selbst kreisen. Meine Meinung ist, nur, wer sich selbst achtet und liebt und für seinen Geist sorgt, kann auch andere lieben und für sie sorgen. Niemand, der denkt „Ich liebe mich“, wird sich damit zufrieden geben, sein eigenes Leben zu führen. Er wird auch die anderen lieben und sich um sie sorgen.
  • Es ist „Zuckerguss über Scheiße“, weil wir nicht den Schmerz hinter den negativen Gedanken spüren wollen. Das ist meines Erachtens oberflächlich gedacht, denn Louise Hay betont in ihren Büchern, wie wichtig es ist, zunächst diesen Schmerz zu fühlen. Aber danach sollen wir nicht darauf rumreiten, sondern ihn loslassen und da können Affirmationen wunderbar wirken.
  • „Alles ist gut“ ist wohl die wichtigste Affirmation von Louise Hay. Viele reagieren darauf direkt mit der Sorge: Wenn ich das denke, ändere ich ja nichts. Weit gefehlt, meine ich. Erst wenn wir annehmen, was ist, werden wir ruhig, entspannen und können eine tief gehende Veränderung spüren. Wir übernehmen Verantwortung, wenn wir umdenken, das ist etwas ganz anderes als passiv sein!
  • Man ist sonderbar, wenn man sich morgens vor den Spiegel stellt und sagt: „Ich liebe dich“. Jeder, der diese Übung eine Zeit lang gemacht hat, wird bezeugen, dass es eine der kraftvollsten Übungen überhaupt ist. Wir sagen uns das in die Augen, wir stehen zu uns, wir nehmen eine Beziehung zu uns auf. Hier bin ich, ich liebe mich und ich gehe jetzt in diese Welt raus und werde meine Liebe mit den anderen teilen.

Louise Hay wünschte sich einen erfüllten Tod

Ihr Buch über Trennung und Verlust „Heile dein Herz“ hat sie mit David Kessler geschrieben, den berühmten Trauerbegleiter, der viele Berühmtheiten unter anderem seine eigene Mentorin Elisabeth Kübler-Ross bis in den Tod begleitet hat. Im Buch erzählt er davon, wie er Louise Hay zum ersten Mal traf. Beim Lunch fragte sie ihn plötzlich:

„David, ich habe nachgedacht, ich möchte, dass Sie bei mir sind, wenn ich sterbe.“
Er antwortete: „Das wäre mir eine Ehre“. Er hakte nach: „Gibt es denn bezüglich ihrer Gesundheit etwas, was ich wissen sollte?“
Da antwortete diese einmalige Frau aus tiefstem Herzen:
„Nein, ich bin 82 und erfreue mich bester Gesundheit. Ich lebe ein erfülltes Leben. Ich möchte nur sicherstellen, dass, wenn es soweit ist, ich auch erfüllt sterbe“.

Zu guter Letzt: Was würde sie uns sagen, wenn wir jetzt heute hier um ihren Verlust trauern?

Der Geist kennt keinen Verlust.
Die Liebe ist ewig.

 

Eure Beatrix

 

 

 

 

dtmg

  • Sagt euch diese Affirmation immer und immer wieder, bis sie Anklang in euch findet: „Alles ist gut in meiner Welt“.
  • Stellt euch vor den Spiegel und sagt euch: „Ich liebe mich“. Am Anfang ist das recht schwer, es wird aber Tag für Tag leichter.
  • Wenn ihr in einer schwierigen Situation seid, sagt euch immer und immer wieder: „Alles entwickelt sich zu meinem Besten“.
  • Noch besser ist es, wenn ihr diese Affirmationen jeden Morgen in ein eigens dafür geschaffenes Heft schreibt. Das bleibt viel mehr im Gedächtnis, dazu habe ich ausführlich in meinem neuen Buch  „Die Seelenfeder“ geschrieben.

 


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