Es geht wieder los, diese Zeit der inneren Hektik, des permanenten Gefühls, keine Zeit zu haben und in einem Hamsterrad gelandet zu sein, welches ein Tempo vorgibt, wo man nur schwer mithalten kann. Nur noch zwei Wochen, dann startet die Weihnachtszeit. Und da muss wie jedes Jahr so vieles erledigt werden. Dabei sind unsere Tage ohnehin schon randvoll mit Arbeit, häuslichen Pflichten, Sport und …. ja, manchmal fühlt es sich mittlerweile so an … mit der Verpflichtung, auch noch die Freundschaften zu pflegen.

STOPP!

 

Gewohnheiten können schnell dazu führen, dass wir das Leben wenig spüren, alles Grau und eintönig. Wage daher Spaß und Humor so viel es geht.

Gewohnheiten können schnell dazu führen, dass wir das Leben wenig spüren, alles Grau und eintönig. Wage daher Spaß und Humor so viel es geht.

 

Stressige Gewohnheiten sind dazu da, ihnen einen Tritt in den Allerwertesten zu geben

Genau so ist es nämlich: Habt einfach mal den Mut und pfeift auf all diese Verpflichtungen, denn Freizeit soll Spaß bringen! Setzt euch in dieser wertvollen Zeit nicht mit Aktivitäten und Verpflichtungen unter Druck, die wenig Spaß machen. Ich hätte zum Beispiel neulich Abend unbedingt noch einen Text fertig schreiben müssen und ich hatte Sorge, mein Arbeitspensum für die Woche nicht zu schaffen. Und trotzdem: Beim Abendessen sprachen die Kinder darüber, wie schade es sei, dass sie längs aus der Zeit des Laternelaufen herausgewachsen seien. Als wir so in Erinnerungen schwelgten, habe ich kurz entschlossen die Taschenlampen hervorgekramt, Hundekind Henry seine Leuchtweste übergestülpt und schon sind wir vier Helden los zu einer Gruselwanderung ins Moor. Mein Text musste warten, alle Sorgen darum flugs vergessen, jetzt war Lachen, Quatsch, Grusel und Albernheit angesagt – herrlich!

„Sich frei von Sorgen zu fühlen, macht glückselig und mutig. Plötzlich bedeuten einem andere Leute und ihre Erwartungen nur noch sehr wenig. Verpflichtungen verschwinden. Man verspürt Leichtigkeit und Kühnheit. Die Chance, ein Abenteuer zu erleben! Manchmal ist es ein rebellisches Gefühl, eine Zunge, die man der langweiligen Welt mit ihren festgelegten Schlafenszeiten und ihrem vernünftigen Essen, herausstreckt.“

Tiffany Watt Smith,
aus: „Das Buch der Gefühle“

Festgefahrene Gewohnheiten berauben uns des Gefühls der Freiheit

Denn passen wir nicht auf, sind es die Sorgen, die mehr und mehr unseren Rhythmus dirigieren. Und natürlich das Denken, denn immer versuchen uns zu vertrösten beziehungsweise unser Leben aufzuschieben. Nach dem Motto: „Wenn ich erst einmal dies und das erledigt habe.“ „Wenn ich endlich den neuen Job beginne.“ „Wenn ich endlich Urlaub habe.“ Puh, hört sich schon beim Schreiben nicht gut an. Warum verbringt ihr nicht eure Freizeit mit Dingen, die euch wirklich Spaß bringen? Vielleicht würde sich dann auch diese ewige Sinnsuche erübrigen, weil die ewige Sehnsucht in unserem Herzen gestillt wäre.

„Ich bin auf der Suche nach Freiheit, und gleichzeitig hält der Prozess des Suchens mich gefangen. Der einzige Weg zur Freiheit besteht wohl darin, aus diesem Zyklus auszubrechen.“

John Strelecky,
aus: Was nützt der schönste Ausblick, wenn du nicht aus dem Fenster schaust“

Mit Gewohnheiten zu brechen macht Spaß und ist kinderleicht

Es muss ja nicht gleich der große Umbruch sein. Beginnt im Kleinen einfach mehr Freude und Spaß, mehr Spiel und mehr Verrücktheiten in eueren Alltag zu holen. Ich kann jedenfalls nur sagen, dass diese kleine Gruselwanderung mir so viel positive Energie und Lebensfreude geschenkt hat, das sie sich absolut lohnte. Den Text bekam ich den Abend nicht mehr fertig. Hatte auch gar keine Lust mehr dazu, aber das bereitete mir dann keine Sorgen mehr. 🙂

Abschließend habe ich heute mal einen  Text von Joseph Behufs für euch. Viel Spaß beim Lesen!

„Lass dich fallen
lerne Schlangen beobachten, pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen und
verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen, schaukle so hoch du kannst
mit deiner Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere „verantwortlich zu sein“,
tue es aus Liebe.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge,
bade im Mondlicht.
Träume wilde phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Spiele mit allem, unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig, baue eine Burg aus Decken,
werde nass, umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe.“

 

 

 

dtmg

  • Ich wage jetzt öfter mal Spaß und mache Dinge, wie zum Beispiel ganz früh morgens den Sonnenaufgang betrachten oder ein Lagerfeuer im Garten und dazu Marshmallows grillen.
  • Sobald ich meine Arbeit erledigt habe und meine freie Zeit beginnt frage ich mich bewusst: Was möchte ich jetzt WIRKLICH machen, wozu habe ich jetzt WIRKLICH Lust?
  • Mein neues Mantra lautet jeden Morgen: Heute habe ich ganz viel Spaß!

 


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