Bitte nicht vergessen, am Samstag wird die Zeit umgestellt – genau genommen zurück gestellt. Uns wir eine Stunde geschenkt. Mein erster Gedanke: Super, dann schaffe ich mehr. Denn zur Zeit bin ich rastlos. Von wegen Innehalten und dankbar den Moment genießen, davon bin ich weit entfernt. Bewusst wurde mir das gestern beim gemeinsamen Abendessen mit der Familie. Wir hatten alle möglichen Köstlichkeiten, wie getrocknete Tomaten, Oliven, diverse Salate und Käsesorten auf dem Tisch platziert und kaum war mein Teller gefüllt schaute ich bereits, ob ich auch ja noch etwas von dem ofenfrischen Pizzabrot abbekomme. Da wurde mir plötzlich bewusst, wie irrwitzig das eigentlich ist. Noch während des Essens gucke ich bereits, was ich danach noch alles essen kann. Meine Gedanken sind bei den anderen, wer nimmt sich was und was bleibt noch für mich übrig. Hallo? Immer dieses Habenwollen. Ständig eine Art Mangelbewusstsein. Dabei umgibt mich Fülle. Alles ist da, mehr als genug.

 

Dankbarkeit entsteht automatisch sobald wir den Blick weg vom Mangel und hin zu der Fülle richten, die uns bereits umgibt.

Dankbarkeit entsteht automatisch sobald wir den Blick weg vom Mangel und hin zu der Fülle richten, die uns bereits umgibt.

 

Fülle denken befriedet uns mit Dankbarkeit  (Oprah Winfrey)

„Sei dankbar für das, was du hast; du wirst am Ende mehr haben als davor. Wenn du dich nur auf das konzentrierst, was du nicht hast, wirst du niemals im Leben genug haben.“

Oprah Winfrey

Wie oft beherrscht euch dieses Gefühl von Mangel, obwohl ihr euch bereits in Fülle aalt? Das beginnt bereits im Kleinen wie hier beim Essen. Ebenso oft ergeht es mir so in Bezug auf meine Kleidung: Obwohl ich mir gerade etwas Schönes gekauft habe und es mit Freude trage, schaue ich bereits, was die anderen Frauen so tragen. Mein neues Paar Boots finde ich beispielsweise richtig schön und trotzdem habe ich neulich in einem Geschäft, indem ich eigentlich Schuhe für meine Tochter kaufen wollte, in den Regalen mit den Damenstiefeln gestöbert. Ich stand da in meinen neuen Boots und hatte bereits ein neues Paar Schaftstiefel in der Hand. Brauchen tue ich die nicht, davon mal abgesehen. Mehr, mehr, mehr scheint eine Art Mantra zu sein. Dieser Gedanke hält mich von dem wirklich Erleben und Genießen ab. Die Fülle, die mich umgibt, spüre ich nämlich erst dann, wenn ich auch Fülle denke. Fülle, Fülle, Fülle, probiert es mal mit diesem Mantra aus.

Dankbarkeit balanciert die Bedürfnisse aus

Vielleicht ist es ja auch genau das, worauf der neue Trend aus Schweden hinweist: Lagom.

„Lagom meint die Mitte zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ und wendet sich damit gegen jegliche Form von Exzess oder Übertreibung. Letztlich geht es darum, dass man im Leben alles im richtigen Maß machen solle. Gleichzeitig wirkt das Prinzip aber auch nach innen und soll dabei unterstützen, Harmonie und inneres Gleichgewicht zu finden.“

www.welt.de

Das rechte Maß in allen Dingen, dazu hat ja bereits Hildegard von Bingen geraten. Doch wie gelangen wir dahin? Die „Lagom-Philosophie“ weckt unsere bewusste Wahrnehmung für das, was uns umgibt, was um uns herum bereits da ist. Und gleichzeitig auch die Bewusstwerdung unser eigenen Bedürfnisse. Das Denken von Fülle unterstützt euch in der Haltung der Dankbarkeit. Je öfter ihr Fülle denkt, desto ausgeglichener empfindet ihr und desto klarer erkennt ihr. Fülle geleitet euch sozusagen zur Haltung der Dankbarkeit hin.

„Je mehr und je öfter du den Fokus auf das Positive lenkst, umso einfacher wird es dir fallen, die Dankbarkeit immer wieder abrufen zu können.“

www.compassioner.com

Der ständige Vergleich erstickt den Dankbarkeitsgedanken im Keime

Wer hat mehr, wer ist attraktiver, sportlicher, erfolgreicher, reicher, intelligenter, humorvoller, …. Die Liste ließe sich fortsetzen. Im Grunde lauert dahinter ein emotionaler Mangel, weil wir stets die Dinge im Fokus haben, die wir nicht können, die wir an uns ablehnen oder wo wir nicht genügend Anerkennung bekommen. Doch auch hier gilt: Fülle denken! In euch stecken so viele tolle Eigenschaften und Fähigkeiten, feiert sie! Ihr seid Fülle. Von daher müsst ihr nicht immer mehr, vielleicht sogar weniger. Das reicht meist nämlich auch.

 

 

dtmg

  • Spüre ich Rastlosigkeit schalte ich einen Gang runter und denke Fülle. Es ist alles bereits da und so wie ich bin, reiche ich vollkommen.
  • Erwische ich mich dabei, wie ich mich vergleiche, versuche ich ebenfalls die Fülle in meinem Leben in mein Bewusstsein zu heben.
  • Dankbarkeit für die Fülle in meinem Leben – ich finde, das ist ein guter Satz, mit dem ich ab jetzt täglich meinen tag starte.

 


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