Wie habt ihr Halloween erlebt? Bei uns wurde gegruselt und gespenstert, mit Kunstblut nicht gegeizt und im Garten loderte der Scheiterhaufen für die vielen Hexen des angrenzenden Moores 🙂 Zur Zeit der Kelten sollten in der Nacht zum 1. November angeblich die Seelen der Verstorbenen als Geister zurück in ihre Häuser einkehren. Deswegen entfachte man Feuer, um ihnen den Weg zu geleiten. Diejenigen Geister, die sich jedoch verirrten, spukten durch die Nacht. Und um diese verirrten Seelen fernzuhalten, verkleidete man sich in gruseligen Kostümen. Etwas, was Schrecken bereitet, wurde mit ebensolchem Schrecken in die Schranken gewiesen. Haha, habe ich mir da gedacht, klappt das auch mit den Schrecken meiner inneren Peiniger, dieser fiesen Glaubenssätze, die ebenfalls in meinem Erleben umher spuken und meine Gefühlswelt beherrschen?

 

Schreibt eure ausgediente Glaubenssätze auf einen Zettel und verbrennt sie. So ein Ritual hat eine große symbolische Kraft, die sehr befreiend wirkt.

Schreibt eure ausgediente Glaubenssätze auf einen Zettel und verbrennt sie. So ein Ritual hat eine große symbolische Kraft, die sehr befreiend wirkt.

 

Das Ego entkostümieren

„Die Glaubenssätze bestimmen, was wahrgenommen – für wahr genommen – wird. Deshalb ist die Rolle der Glaubenssätze in der Erschaffung der Realität immens. Diese Rolle zu erkennen ist oberstes Gebot, wenn man über die eigene Realität bestimmen will.“

www.secret-wiki.de

Viele eurer Glaubenssätze tun euch nicht gut. das wisst ihr selbst. Zum Beispiel der Glaubenssatz, niemals zu reichen, nicht intelligent oder nicht liebenswert genug zu sein. Bereits beim Schreiben kräuseln sich meine Nackenhaare, doch leider sitzen derartige Sätze tief in uns und nähren unser Ego. Euer Ego definiert sich über diese Sätze. Und sobald ihr versucht, gegen diese Sätze zu rebellieren, wird es unangenehm. Schließlich will euer Ego so bleiben wie es ist. Ab mit diesen Sätzen auf den Scheiterhaufen. Jawohl, das meine ich so, wie ich es schreibe. Habe ich bereits gemacht. Meine schlimmsten Glaubenssätze auf einen Zettel geschrieben und diesen verbrannt. Ein befreiendes Ritual 🙂

Das Ego neu einkleiden

Natürlich ist es nicht so einfach wie es hier niedergeschrieben steht. Doch in der Tat helfen euch Rituale, weil sie euch innerlich berühren und etwas in Gang setzen. Ihr kennt sicherlich die Methode des Briefe Schreibens. Dabei schreibt ihr an jemanden einen Brief, ohne diesen abzuschicken. Ihr könnt den Brief auch an eine bereits verstorbene Person schreiben. Es geht darum, alles loszuwerden und sich von der Seele zu schreiben. Anschließend kann dieser Brief verbrannt und die Asche irgendwo verstreut werden. Zum Beispiel an einem Platz, der euch etwas bedeutet. Danach fühlt ihr euch befreiter. Interessant zu dem Thema ist auch die Anleitung zum Schreiben „Heilsamer Briefe“:

„Schreiben Sie einen Brief an die Person, der gegenüber sie Gefühle aufgestaut haben oder Unerledigtes empfinden. Beschreiben Sie, was es für Sie bedeutet hat, mit dieser Person zu tun zu haben, beschreiben sie die Auswirkungen ihrer Worte oder Handlungen auf Sie. Erklären Sie genau, welche Antwort oder Reaktion Sie sich von dieser Person erwarten.

Dieser Brief soll Ihnen Gelegenheit geben, alle die Gedanken und Gefühle auszudrücken und zu akzeptieren, die Sie in Bezug auf die vergangene Beziehung immer noch quälen.“

www.institut-berlin.de

Wie wäre es jetzt, wenn ihr zum Beispiel einen Brief an einen euer Gedankensätze schreiben würdet? An den eine, der euch immer wieder im Wege steht und das Leben schwer macht. Oder ihr schreibt an euer Ego, von wegen welche Muster es endlich einmal ablegen sollte und welche neuen (neuen Gedankensätze) ihm viel besser stehen würden.

Das Ego nicht so ernst nehmen

Nein, ich habe heute Morgen keinen Clown gefrühstückt. Kommt mir selbst fast so vor, wenn ich lese, was ich hier schreibe 🙂 Doch in der Tat sind das sehr effektive Methoden. Und als letztes vielleicht noch den einen Tipp: Betrachtet euer Ego des öfteren als eine Art besserwisserischen Zwilling, den es ab und zu gilt, augenzwinkernd in die Schranken zu.

 

 

dtmg

  • Ich schreibe mir eine Liste mit meinen hartnäckigsten Gedankensätzen und formuliere sie positiv um.
  • Entdecke ich in der Achtsamkeit, wie ein Gedankensatz schlechte Emotionen erzeugt, halte ich inne, atme zwei Minuten tief ein und aus und sage mir gedanklich: „Ich bin okay, so wie ich bin.“
  • Merke ich, wie ich mich selbst wieder mal klein und minderwertig fühle, schreibe ich mir selbst einen Brief aus der Sicht einer guten Freundin (die mich selbstverständlich wesentlich positiver sieht, wesentlich liebevoller betrachtet).

 


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