Um euch herum ist es laut und hektisch und diese wuselige Energie macht euch selbst ganz fahrig. Kennt ihr solche Situationen? Menschen, die beispielsweise in einem Großraumbüro arbeiten, klagen häufig darüber. Oder Servicekräfte zu Stoßzeiten in einem Restaurant. Oder auch meine Spezi: Mütter von pubertierenden Kindern. :-)

Das Gewusel im Alltag mithilfe von Achtsamkeit entwirren - Bereits kleine Übungen sorgen für mehr Gelassenheit und Klarsicht.

Das Gewusel im Alltag mithilfe von Achtsamkeit entwirren – Bereits kleine Übungen sorgen für mehr Gelassenheit und Klarsicht.

 

Ruhe bewahren und aus dieser inneren Haltung heraus Kraft und Gelassenheit gewinnen. Dafür gibt es einige simple Übungen, wie zum Beispiel die folgenden drei „Rettungsanker“ für turbulente Zeiten:

 

1. Gelassenheit durch achtsames Gehen

Egal, ob ihr im Büro vom Schreibtisch zum Drucker gehen müsst oder zuhause von einem Raum in den nächsten: Geht bewusst und achtsam mit Gefühl. Im Grunde praktiziert ihr dabei eine Art kleine Gehmeditation. Ihr konzentriert euch dabei auf nichts anderes als auf eure Schritte. Spürt hinein, wie ihr erst das eine Bein anhebt, welche Muskeln dabei beansprucht werden, wie ihr die Fußsohle auf dem Boden setzt und abrollt. Spürt auch den Impuls nach, bevor ihr nun das andere Bein folgen lasst. Ich weiß, hört sich etwas komisch an, doch ihr müsst es ja nicht in super Zeitlupentempo machen. Geht langsam und bewusst. Wichtig ist, dass ihr mit eurer Aufmerksamkeit komplett beim Gehen seid.

„Ein tibetisches Sprichwort sagt:

„Gehe, wenn du gehst. – Sehe, wenn du siehst. – Höre, wenn du hörst. – Spüre, was du bist.“

www.ressourcenfokus.de

 

2. Gelassenheit durch bewusstes Innehalten

Man ist ohnehin schon gestresst und innerlich extrem gehetzt und dann auch noch das Klingeln des Telefons. Automatisch greifen zum Hörer (Handy). Doch haltet hier einmal achtsam inne und lasst es eine Weile klingeln. Nutzt diese paar Sekunden zum bewussten Ein- und Ausatmen. Geht über euren Atem zu eurem Körper zurück und spürt in euch hinein. Vielleicht schenkt ihr euch dabei sogar gedanklich Ruhe. Und erst danach nehmt ihr das Gespräch an. Dieses kurze bewusste Innehalten könnt ihr auch jeder Zeit in anderen Situationen ausprobieren, zum Beispiel in einem Gespräch bevor ihr antwortet, bevor ihr die nächste E-Mail aufruft oder bevor ihr eine neue Aufgabe beginnt. Je öfter ihr solche Mini-Pausen einlegt desto besser.

 

3. Gelassenheit durch fokussierte Aufmerksamkeit

Gerade dann, wenn wir viele Stimmen um uns herum haben – sei es im Job oder in der Familie – fällt es meist schwer, sich auf sein Gegenüber zu konzentrieren. Wie oft höre ich meinen Kindern nur mit einem Ohr zu, weil ich mit dem anderen komplett woanders bin. Meine Gedanken fliegen hierhin und dorthin und sind meist nur halb bei der Sache, sprich nur halb bei meinem Gesprächspartner. Das stresst! Höre ich dagegen fokussiert und mit voller Aufmerksamkeit zu ändert dieses auch den Gesprächsverlauf. Statt sofort zu reagieren, kann ich jetzt diesem Impuls widerstehen und das Gesagte wirken lassen, bevor ich mich dazu äußere. Auf diese Art und Weise sorgt ihr für eine entspannte Atmosphäre und übt euch gleichzeitig in Empathie. Eure damit gewonnene Gelassenheit spürt euer Gegenüber und es entsteht eine wesentlich positivere Resonanz.

„Zur Kommunikation gehört auch das Hören, das Zu-Hören und Wahrnehmen der Worte anderer und der Bedeutung, die sie für mein Gegenüber und für mich haben. Eine achtsame Kommunikation bedeutet, dass sowohl das Sprechen wie auch das Zuhören von Wohlwollen motiviert sind.“

Yesche U. Regel, buddhistischer Lehrer

So, jetzt habe ich euch mal schnell drei Gelassenheits-Tipps vor die Nase geknallt. Bin nur gespannt, ob ich mich in der kommenden Woche ebenfalls an diese Tipps halten werde. Denn am Sonntag kommen meine Kinder aus dem Feriensprachcamp zurück, somit ist wieder Leben in der Bude. Und mit meiner Nervenruhe ist es meistens schnell wieder dahin. :-)

 

 

dtmg

  • Bei jedem Gang versuche ich bewusst zu gehen, sprich aufmerksam auf meine Beine und Füße zu achten, in jeden Schritt hinein zu spüren.
  • Beim Klingeln meines Handys widerstehe ich dem Impuls sofort ranzugehen. Ich spüre achtsam hinein, was das mit mir macht.
  • Mein Vorsatz für die kommende Woche: Ich höre meinem Gesprächspartner mit meiner ganzen Aufmerksamkeit achtsam zu und nehme mir Zeit, bevor ich antworte.

 


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