Nö, ich habe keine guten Vorsätze. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Und ihr? Ich werde jedoch gleich am 1. Januar mit meinem gedanklichen Frühjahrsputz starten. Denn gewisse gedankliche Gewohnheiten muss ich dringend loslassen, ansonsten wird sich wenig ändern. Vielleicht habt ihr ja Lust, mitzumachen. Also…. folgende Gedanken begrüße ich lächelnd um sie ebenso freundlich wieder zu verabschieden:

 

Welche Gedanken kreisen bei euch im Geiste herum? Achtsam schauen und loslassen, was euch nicht gut tut – wäre das nicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr?

Welche Gedanken kreisen bei euch im Geiste herum? Achtsam schauen und loslassen, was euch nicht gut tut – wäre das nicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr?

 

1. Und was machen die anderen?

Die anderen Menschen machen es so, wie sie meinen, dass es für sie gut sei. Deswegen werde ich es so machen, wie ich meine, wie es für mich gut sei. Dieses ewige Vergleichen und Ausrichten nach den Anderen werde ich loslassen. Die Australierin Bronnie Ware begleitete acht Jahre lang sterbende Menschen in einem Hospiz. Was diese Menschen am meisten bewegte war folgender Satz:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“

Bronnie Ware,
aus: „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“

Je mehr ihr nach rechts und links schaut und vergleicht, desto mehr verliert ihr den Fokus auf eure eigenen Träume, auf das, was ihr euch wünscht.

 

2. Alles doof

Das Wetter ist schlecht, die viele Arbeit ist nicht zu schaffen und das Alter macht auch nicht unbedingt schöner. Ständig leben wir im Widerstand. Doch je mehr wir uns auf den Widerstand gegen etwas festfahren, desto stärker fokussieren wir das, was uns nicht gefällt. Ihr habt es in der Hand, worauf ihr den Lichtstrahl der Achtsamkeit richtet: auf das Schöne oder auf all das, was euch nervt und ärgert.

Mir gefällt folgende Idee von Stefan Kollewe, Gründer von PeaceLife:

„Guck Dir Deinen negativen Gedanken von außen an als wäre er ein kleiner Affe der wild von Ast zu Ast springt. Verjage ihn nicht sondern gucke ihn Dir genau an, verfolge ihn. Lass ihn auf Dich wirken, versuche ihn zu fühlen. Was tut dieser Affe gerade? Was sind seine Muster, wie bewegt er sich?“

 

Na, bitte, und wer will sich schon von einem Affen zum Narren halten? Lasst die vielen negativen Gedanken los. In dem jeweiligen Moment steckt so viel Schönes und Positives, wenn ihr es nur bewusst zulasst und wahrnehmt.

 

3. Ich muss, ich muss, ich muss

Nein, noch kurz die Welt retten ist nicht drin, denn ich muss rein gar nichts. Jeglicher Gedanke, der mit „ich muss“ beginnt sollte euch zukünftig in Alarmbereitschaft versetzen. Haltet inne und formuliert um: „Ich möchte, wenn ich Lust habe, ich kann, wenn ich es wirklich will.“ Und spürt achtsam hinein, wie sich der neue Gedanke anfühlt. Es ist wichtig, dass ihr diesen Unterschied intensiv spürt, um dieses Gefühl in euch zu verankern. Um so leichter wird es euch dann fallen, das „ich muss“ loszulassen.

 

4. Bloß keinen Fehler machen

Hurra, ein Fehler, wieder eine lehrreiche Erfahrung mehr! Okay, ihr sollt ja nicht gleich in Jubel ausbrechen, doch ohne Fehler wäre das Leben viel fader, langweiliger und vor allem unmenschlicher. Mensch zu sein bedeutet fehlerhaft zu sein. Also bitte loslassen!

„Wir alle, vor allem aber unsere Kinder, brauchen an unserer Seite Menschen, die keine Angst davor haben, die Konsequenzen von Fehlern in ihr nicht urteilendes Gewahrsein aufzunehmen und die die Erfahrungen gemacht haben, dass aus Fehlern Neues entsteht, dass sich Dinge wandeln und dass aus dem Schlamm von heute schon morgen neue Blumen wachsen können.“

www.achtsamkeit-da.de

 

5. Ich kann das nicht

Sicher, einiges kann man einfach nicht, na und? Schade wäre es nur, wenn ihr aus mangelndem Selbstvertrauen einen Rückzieher macht. Traut euch mehr zu. Was kann denn schon passieren? Dass ihr es nicht schafft, doch dann habt ihr es wenigstens versucht. Dazu abschließend eine nette Anekdote:

„Ein Schüler kommt zum Meister und klagt, dass seine Meditationen schrecklich seien. Er sei ständig abgelenkt,  tausend Gedanken im Kopf, die Glieder schmerzten und wie oft würde er bei der Meditation mit dem Schlaf ringen. Der Meister jedoch lächelt: „Das geht vorüber.“ Eine Woche später kommt der Schüler wieder zum Meister und strahlt, denn nun seien seine Meditationen wunderbar. Der Geist so klar, wache Konzentration, friedvolles Sein. Der Meister lächelt wieder und antwortet: „Wie schön. Auch das geht vorüber.“

 

Ich wünsche euch einen guten Start für 2018!

Prosit Neujahr!

 

 

dtmg

  • Mein Vorsatz für 2018: Ich lasse mir von meinen Gedanken nicht mehr alles bieten. Bewusst werde ich auf sämtliche Gedanken achten, die mir nicht gut tun.
  • Loslassen lautet mein Motto für 2018. Loslassen und den Moment genießen. Schließlich ist er das Einzige, was real ist.
  • Ich werde mich 2018 mehr zumuten: mir selbst gegenüber und auch gegenüber den anderen Menschen.

 


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