Das Wichtigste, was ich für meinen Freund tun kann, ist einfach sein Freund zu sein. Ich habe keine Reichtümer, die ich ihm schenken könnte. Weiß er, dass es mich beglückt, ihn zu lieben, wird er nichts anderes erwarten. Ist Freundschaft nicht göttlich deswegen? Henry David Thoreau

 

So wie an Christi Himmelfahrt Jesus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel zurückkehrte, ebenso vertrauensvoll sollten wir uns in die Arme unserer Freunde begeben. Wirkliche Freunde nehmen dich so an, wie du bist. Sie sind dir ein sicherer Hafen, eine Familie.

Leider ziehen wir uns oft zurück, sobald es im Leben nicht glatt läuft. In Krisenzeiten fühlen wir uns wenig „vorzeigbar“, wir glauben, keine gute Gesellschaft ab-zugeben. Aber gerade in Krisen solltest du die Nähe zu vertrauten Freunden suchen. Nähe mindert nachweislich Angst und Stress, da unser Gehirn dann das beruhigende Hormon Oxytocin ausschüttet. Wie oft umarmen wir tröstend unsere Kinder oder streicheln mitfühlend über ihren Kopf. Unsere Zuwendung beruhigt und die dadurch vermehrte Ausschüttung von Oxytocin bewirkt ein erleichterndes „Alles-wird-gut-Gefühl“. Im Therapiejargon spricht man auch von der „Heilkraft des Du“.

Soziale Nähe stärkt unser Immunsystem. Und die entspannende und angstlösende Wirkung verhindert, dass wir in eine negative Gedankenspirale geraten. Doch nicht nur in schlechten Phasen: Achte darauf, dass du dich mit dir vertrauten Menschen umgibst. Oft sind wir abends nach getaner Arbeit zu erschöpft und flüchten zum Beispiel vor den Fernseher, weil wir meinen, keine Kraft mehr zu haben, uns mit Freunden zu treffen. Doch wenn du achtsam spürst, wirst du schnell feststellen, dass eine Stunde mit einem vertrauten Menschen dir viel mehr Energie und Zuversicht schenkt, als ein Abend allein vor dem Fernseher.

 

„Das Wichtigste, was ich für meinen Freund tun kann, ist einfach sein Freund zu sein. Ich habe keine Reichtümer, die ich ihm schenken könnte. Weiß er, dass es mich beglückt, ihn zu lieben, wird er nichts anderes erwarten. Ist Freundschaft nicht göttlich deswegen?“

Henry David Thoreau

 


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