Meistens klappt das: Mault und schmollt eines meiner Kinder so vor sich hin, rede ich sanft mit Engelszungen bis ich schließlich denjenigen ein wenig in die Hüfte zwicke und schon zeigt sich ein Lächeln – was selbstverständlich mühevoll unterdrückt wird. :-) Okay, worauf ich hinaus will: Ein Lächeln sorgt sofort für bessere Stimmung. Die Sorgen sind damit nicht weg, doch es entsteht ein kleiner Raum der Leichtigkeit, der uns für einen Moment aus dem Sorgensumpf enthebt und uns die Dinge „von außen“ betrachten lässt.

„Ich frage mich oft, warum lachen nicht wesentlich häufiger zum Wohl der Menschen eingesetzt wird. Denn Lachen ist eine Art Wundermittel: Lachen löst Blockaden aller Art und stärkt das Immunsystem.“

Laura Chaplin aus „Lachen ist der erste Schritt zum Glück“,
www.charliesmile.org
Ein Lächeln ist so mühelos aufs Gesicht gezaubert. Daher sollten wir uns darin üben, denn die positive Kraft eines Lächelns ist enorm.

Ein Lächeln ist so mühelos aufs Gesicht gezaubert. Daher sollten wir uns darin üben, denn die positive Kraft eines Lächelns ist enorm.

Lächeln wirkt wie ein Weichzeichner

Die Enkelin von Charlie Chaplin hat in ihrem Buch das Lachen gründlich untersucht: Die Kraft des Lächelns vermehrt die T-Zellen in unserem Körper. Das sind weiße Blutkörperchen, die für die Immunabwehr wichtig sind und uns somit vor Krankheiten schützen. Außerdem hilft Lachen gegen hohen Blutdruck, stärkt Herz und Lunge und lindert Schmerzen. Doch abgesehen von den körperlichen Wirkungen: Fühlt einmal achtsam in euer Lächeln hinein. Sofort spürt ihr eine sanfte und freundliche Annahme dessen, was gerade ist. Alles wird ein wenig weicher gezeichnet. Die Härte löst sich auf. Dieses starre Festhalten an Gedanken, Gefühlen und Situationen lockert sich.

„Die Fähigkeiten zu lächeln und zu lachen ist angeboren. Der Mensch beginnt beim Lächeln, so beschreiben es die Anthropologen: das Lächeln des Säuglings dokumentiert zum ersten Mal die Zugehörigkeit zur menschlichen Rasse.“

www.palverlag.de

Lächeln als tägliche Achtsamkeitsübung

Eine der schönsten und wichtigsten Achtsamkeitsübungen ist das Lächeln. Tatsächlich spüren wir durch das Lächeln Verbundenheit. Zu uns selbst und dadurch zum Leben an sich. Probiert Folgendes aus:

Stellt euch aufrecht hin oder setzt euch mit geradem Rücken. Nun atmet langsam und bewusst. Beim tiefen Ausatmen schenkt ihr euch jedes Mal gedanklich ein Lächeln. Achtet darauf, dass Ihr dabei eure Lippen zu einem Lächeln formt, ganz sanft, das reicht bereits. Dann verweilt ihr eine Weile mit dem Lächeln auf den Lippen und spürt nach, bevor ihr den nächsten tiefen Atemzug nehmt. Fünf Atemzüge reichen bereits. Vielleicht schafft ihr es ja, diese Übung mehrmals am Tag zu praktizieren. Geht ja auch schnell und lässt sich zum Beispiel prima zwischendurch am Computer üben.

„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“

Charlie Chaplin

Lächeln als präventive Gesundheitsmaßnahme

Diese leichte Achtsamkeitsübung des Lächelns bewirkt, dass ihr gegenüber euch selbst mitfühlender und liebevoller werdet. Aus dieser Haltung heraus werdet ihr natürlich auch entsprechend freundlicher mit euren Mitmenschen umgehen. Und je freundlicher und lächelnder ihr auf die anderen zugeht, desto positiver werden sie auf euch reagieren. Laura Chaplin schreibt in ihrem Buch, dass Lachen die „stärkste und preiswerteste Medizin der Welt“ sei. Ich denke auch, wir sollten das Lächeln ebenso ernst wie unseren Sport und unsere Ernährung nehmen, wenn es darum geht, präventiv zu leben.

Lächeln zieht Menschen an

Ganz ehrlich: Wir alle mögen spontan meist die Menschen lieber, die lächeln und freundlich sind. Das hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun. Unsere Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass wir uns „emotional“ von unserem Gegenüber anstecken lassen. Ein freundlich lächelndes Gesicht zaubert also auch bei uns ein Lächeln hervor. Und schon steigt unsere Stimmung ein wenig. Deswegen ist ein lächelndes Gesicht so attraktiv – weil es egoistisch betrachtet uns selbst sofort gut tut.

„Ein Baby lacht bis zu 500 mal am Tag, Erwachsene hingegen nur fünfzehn Mal.“

Laura Chaplin

Übrigens hat mir eine Freundin gerade diesen Link geschickt.

Der ist es wirklich wert, ihn zu teilen: Eine Art Fundbüro für Immaterielles. Unter „Lost & Found“ werden dort Fundstücke gesammelt, wie beispielsweise Vertrauen, Ärger etc. Wie wäre es, dort ein gefundenes Lächeln abzugeben?

 

 

dtmg

  • Ich übe mich im Lächeln: So oft es geht halte ich für zwei Minuten inne, atme bewusst ein und aus und schenke mir beim Ausatmen ein Lächeln.
  • Jeden Abend werde ich mir zum Einschlafen ebenfalls ein Lächeln schenken. Mal sehen, wie sich das auswirkt.
  • Bewusst achte ich eine Woche lang auf die Gesichter um mich herum. Wie viele Menschen lächeln? Wie viele sind griesgrämig oder schauen nur auf ihr Handy?

 


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