Jetzt reicht es mir, ich habe die Schna……. so dermaßen voll! Dabei ist mein Ärger längst verflogen. Dennoch nervt mich dieses Thema, daher schreibe ich heute darüber. Also…..

Täglich wandere ich mit Hundekind Henry durchs angrenzende Wittmoor. Herrlich, denn das ist Natur pur und der kleine Hundemann rennt, springt und schnuppert voller Begeisterung. Jedoch: Leinenzwang! Oh je, daran halten wir uns nicht. Ich weiß, das ist falsch, doch Henry bleibt immer bei mir. Im Gegenteil: Ich bin ja mal froh, wenn mein anhängliches Sensibelsten wagemutig hinter einer Hecke verschwindet. Manchmal treffe ich jedoch auf Spaziergänger, die mich wutentbrannt anfauchen, ich solle doch gefälligst den Hund anleinen. Sie haben Recht. Oh ja. Aber warum in diesem Ton?

 

Groll und Wut vergiften eure Herzen. Lasst das nicht zu und übt euch lieber im Loslassen. Lasst einfach gut sein und verschwendet eure Gedanken nicht mit Ärger.

Groll und Wut vergiften eure Herzen. Lasst das nicht zu und übt euch lieber im Loslassen. Lasst einfach gut sein und verschwendet eure Gedanken nicht mit Ärger.

 

Loslassen als emotionaler Schutzwall

Achtsamkeitstrainiert bleibe ich ruhig und entschuldige mich. Artig leine ich meinen enttäuschten Begleiter an. Nur scheinbar reicht das nicht, denn nun folgt eine Standpauke von wegen Leinenpflicht. Bin ich ehrlich, ist das der Moment, wo ich am liebsten ebenfalls losfeuern würde, von wegen Frechheit, mich anzuranzen, sie sollten sich gefälligst um ihre eigenen Belange kümmern und wenn sie ansonsten keine Probleme hätten, na, herzlichen Glückwunsch. Doch Stopp: In dem Moment, wo ich ebenso aufgebracht reagiere mache ich ihre Emotionen zu meinen. Das will ich nicht. Wie heißt also das Zauberwort? Loslassen. 🙂

„An Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der Andere dadurch stirbt.“

Buddha

Loslassen und das Ruder lenken

Meistens entschuldige ich mich dann noch ein zweites Mal – ohne Erfolg. So ziehen wir von dannen, bringt ja nichts. Den Redeschwall mahnend im Nacken leine ich Henry außer Sichtweite wieder ab. Purer Trotz! Das ist natürlich auch nicht richtig. Ganz anders neulich: Da traf ich auf einen Jäger. Der kam zu mir, lächelte mich freundlich an und sagte, es sei schon besser, den Hund anzuleinen wegen des Wildbestands in dieser Gegend. Kein böses Wort, ein freundlicher Austausch. Und siehe da, gehorsam führte ich Henry bis Ende des Spaziergangs an der Leine. Geht doch ☺. Bemühen sich beide Seiten um ein freundliches Miteinander und lassen wir unsere destruktiven Emotionen los, haben wir die Dinge in der Hand. Dann können wir dafür sorgen, dass alles ein wenig freundlicher und verständlicher wird.

Loslassen und über den eigenen Schatten springen

Rechthaberei und Besserwisserei entzweit und ist immer darauf angelegt zu trennen anstatt zu verbinden. Mich kostet es Überwindung, keine Trotzreaktionen zu starten und den anderen kostet es Überwindung, eine Entschuldigung anzunehmen und es gut sein zu lassen. Würden wir im Leben öfter loslassen würden wir uns weniger ärgern. Unser Ego hätte gewiss so manches Mal das Nachsehen, doch ist es nicht wichtiger, ein freundliches Miteinander zu haben statt den Allüren des Egos nachzugeben? Loslassen beginnt im Geiste. Loslassen beginnt mit der inneren Haltung. Und Loslassen kann unser Leben ein wenig heller und fröhlicher machen.

Du ist ärgerlich oder gar wütend, weil du dir ärgerliche und wütende Gedanken machst wie „Der andere darf nicht…“ oder „Das ist eine Unverschämtheit“. „So ein blöder Hund. was fällt dem ein“. Änderst du deine Gedanken, indem du dich gedanklich mit etwas anderem beschäftigst, dann lassen auch deine Gefühle des Ärgers und der Wut nach.“

www.psychotipps.com

Damit kann ich nun endlich auch komplett loslassen und dieses Thema insofern streichen, dass ich zukünftig nicht weiter Energie an Menschen verschwende, über die ich mich ärgere. Loslassen – gut sein lassen. 🙂

 

 

dtmg

  • Ich achte darauf, bewusst ruhig zu bleiben, wenn ich mich jemand verbal angreift. Seine Emotionen haben nichts mit mir zu tun.
  • Achtsam beobachte ich, was meine Haltung des Loslassens bei meinem Gegenüber bewirkt.
  • Mit Trotzreaktionen halte ich die Emotion nur am Köchern, daher versuche ich, solche Aktionen zu vermeiden.

 


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