Geht es euch auch so: Ständig denke ich, etwas zu müssen. Zum Beispiel unbedingt noch Weihnachtsplätzchen backen, die Nachbarn zum Adventskaffee einladen, das restliche Laub im Garten harken, mein Auto aussaugen und, und, und. Dabei muss ich nur eines: regelmäßig entspannen. Denn bereits im Alten Testament stand: Sechs Tage Arbeit und am siebten Tag sollst du ruhen.

 

So stand es schon im Alten Testament: Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten Tag heißt es: Entspannen

So stand es schon im Alten Testament: Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten Tag heißt es: Entspannen. :-)

 

Entspannen ist Teil des normalen Rhythmus

„Stress ist Lebensenergie. Er geht nicht weg. Mal verleiht er uns Flügel, mal nervt er uns. Er nistet sich ein, ist extrem anpassungsfähig und kümmert sich herzlich wenig um Mode und Trends. Ähnlich einem Hund, bleibt er uns treu, vom ersten bis zum letzten Atemzug. Jeder Versuch, ihn ein für alle Mal loszuwerden, bereitet nur Stress.“

Louis Lewitan, Interview zu seinem Buch „Stressless“

Im Grunde ist es kein Problem auch mal randvolle Tage zu haben an denen wir von morgens bis abends unter Strom stehen. Kritisch wird es jedoch, wenn dieses zum Dauerzustand wird. Ein gewisser Stressmodus spornt uns an, gibt uns die Energie, die notwenig ist, um gewisse Leistungen zu erbringen und schärft unsere Sinne und unsere Konzentration. Daher ist es wichtig, den Stress zu bejahen. Doch achtet in solchen Phasen darauf, dass ihr euch immer wieder einen Tag der Ruhe gönnt. Konkret bedeutet das: Am Wochenende reserviert ihr euch einen Tag zum Entspannen. Einen Tag für die Regeneration eurer Psyche und eures Körpers. Dieser Ausgleich ermöglicht euch erst, den Stress in eurem Leben aus einer gewissen Distanz zu betrachten und zu bewerten.

Entspannen bedeutet auch, etwas liegen lassen zu können

„Von Natur aus können wir nur mit kurzzeitigen Belastungen umgehen. Dazwischen müssen wir uns erholen. Das gilt für den viel reisenden Topmanager genauso wie für die Hausfrau mit drei Kindern, für den Profifußballer wie den jagenden Löwen. Erholung braucht Zeit, und die muss eingehalten werden. So wie Spitzensportler nach jedem Spiel »auslaufen«, müssen sich unsere neuronalen Netze »ausblitzen«. Arbeit und Erholung sind zwei Seiten derselben Medaille, die Leistung heißt. Das eine geht nicht ohne das andere, beide bedingen sich gegenseitig. Die Kunst liegt in der Balance der beiden, sonst fallen wir vom Hochseil der Erreichbarkeit.“

www.blog.wiwo.de

Es muss nicht immer alles sofort erledigt werden. Und läuft etwas falsch, dann muss es auch nicht sofort behoben werden. Sei es der Streit beim Frühstück mit dem Partner oder der Stapel Klamotten im Wäschekorb.  Kurzfristig versetzt uns so etwas in Alarmbereitschaft, doch alles ist temporär und daher kein Grund zur Sorge.

Entspannen beginnt im Kopf

Allgemein sagt man, dass lediglich zehn Prozent unseres Stresses auf äußeren Faktoren beruhen und neunzig Prozent sozusagen hausgemacht sind, sprich durch unsere Gedanken. Unsere überhöhten Ansprüche an uns selbst und unsere unrealistischen Ziele setzen uns unter Strom. Daran können wir nur scheitern. Selbstverständlich wirken hier viele Glaubenssätze, wie beispielsweise „Alles muss ordentlich sein.“ oder „Sei ja immer pünktlich.“ Und dann harren wir im Stau und stehen innerlich unter Starkstrom oder rasen wie die Verrückten durch den Verkehr – Stress pur. Wie heißt es so schön: Davon geht die Welt nicht unter. Checkt einmal eure inneren Muster, die mit zu euren neunzig Prozent beitragen.

Entspannen und den Fokus verschieben

Leider definieren wir uns meist über unsere Defizite. Und diese Defizite treiben uns gnadenlos an. Immer besser sein und immer mehr leisten zu müssen. Schaut doch lieber einmal auf eure Stärken! Okay, vielleicht seid ihr unorganisiert, doch dafür habt ihr jede Menge Lebensfreude und Kreativität in euch. Je mehr ihr euren Fokus auf die positiven Seiten lenkt, desto weniger können euch eure inneren Stressoren (Gedanken, Glaubenssätze) etwas anhaben.

Mein Motto also für das Adventswochenende: „Ich muss nichts, ich möchte mit Freude.“

Ich wünsche euch einen entspannten 3. Advent!

 

 

dtmg

  • Nicht alles immer sofort erledigen! Das werde ich versuchen.
  • Der Sonntag gehört ab jetzt mir, sprich keine Arbeit an Texten und im Haushalt nur das Nötigste.
  • Erwische ich mich in Gedanken bei „Ich muss….“ halte ich inne, um achtsam zu schauen: Muss ich wirklich?


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