Am letzten Wochenende war ich in Köln. Erst Freitag einen Vortrag gehalten und anschließend den Samstag mit meiner Freundin verbracht. Gemeinsam gefrühstückt, ein wenig umhergebummelt, abends noch gemütlich ins Restaurant und dann Sonntag früh wieder zurück. Wir haben nichts Weltbewegendes unternommen und trotzdem war es ein vollkommener Tag. Vollkommen deshalb, weil ich mit Dankbarkeit die tiefe Verbundenheit der Freundschaft genossen habe.

Dankbarkeit für Freundschaft intensiviert die Verbundenheit

Wie oft erlebt ihr den Wert einer Freundschaft bewusst? Klar, man verbringt ein paar nette Stunden zusammen, hatte Spaß, geht entsprechend gut gelaunt auseinander und taucht wieder ein in die vielen anderen Dinge des Tages. Doch es macht einen Unterschied, sich den Wert einer Freundschaft bewusst in dem Moment des Zusammenseins zu verdeutlichen. Dankbarkeit aufkommen zu lassen und diesem Gefühl achtsam nachzuspüren. Die uns vertraute Person einfach anzuschauen und sich in Dankbarkeit freuen, dass hier ein Mensch bei einem ist, der uns so mag, wie wir sind. Welch ein Geschenk!

 

Sich den Wert einer Freundschaft bewusst machen und Dankbarkeit dafür spüren – So trägt uns diese Verbindung über manch dunkles Tal hinweg und beschenkt uns mit Freude.

Sich den Wert einer Freundschaft bewusst machen und Dankbarkeit dafür spüren – So trägt uns diese Verbindung über manch dunkles Tal hinweg und beschenkt uns mit Freude.

 

Dankbarkeit für das Andere in unserem Gegenüber

Wie leicht erwischen wir uns dabei, dass wir zwar mit jemandem befreundet sind, uns insgeheim aber über Kleinigkeiten ärgern oder gewisse Dinge nicht nachvollziehen können und daher schnell am Urteilen sind. Meine Freundin in Köln beispielsweise führt ein komplett anderes Leben als ich: keine Familie, keinen Partner, erfolgreiche Karrierefrau. Und gerade für diese Andersartigkeit bin ich dankbar. Ist es nicht wunderbar, dass ich durch ihre Augen eine neue Perspektive auf die Welt bekomme? Eine Perspektive, die mir in meinem Alltag verschlossen bleibt.

 

„Dankbar den anderen Menschen dafür zu schätzen, dass er anders ist als wir selbst, bereichert unsere Sichtweise auf das Leben.“

 

Ich denke Toleranz entscheidet über den Wert einer Freundschaft. Meine Freundin und ich sind nicht immer einer Meinung. Manches an ihrem Verhalten erscheint mir im ersten Moment fremd oder entfacht manchmal auch Gefühle von Neid. Doch gerade diese Unterschiedlichkeit ist wie ein Spiegel, weil sie mir viel über mich verrät. Und ist es nicht auch so, dass das, was uns befremdlich erscheint oft das ist, was wir uns selbst nicht erlauben?

„Hinter jedem fremden Menschen verbirgt sich die wundervolle Möglichkeit, dass er uns viel näher ist, als wir eigentlich glauben. Selbst der Fremdeste kann uns im Grunde sehr ähnlich sein. Sein wie ich oder du. Diese Chance zu erkennen kann uns ein weites Feld an neuen Möglichkeiten im gegenseitigen Miteinander eröffnen. Das jedoch kann erst geschehen, wenn wir ihm die Möglichkeit geben durch unsere Türe zu gelangen und wir ihm selbige weit öffnen.“

www.taste-of-power.de

Dankbarkeit für die Kraft des „Wir“

Mit einem Freund oder einer Freundin können wir wir selbst sein. In dem Augenblick, wo wir uns austauschen, zusammen lachen, zusammen schweigen oder auch dummes Zeug reden, in diesen wertvollen Momenten fühlen wir uns angenommen. Dadurch steigert sich unser Selbstwertgefühl sofort. Es reichen schon ein Telefonat oder auch eine nette WhatsApp oder SMS. Sofort spüren wir dieses „Angenommen werden“. Manchmal kriege ich vor einem Vortrag von jemandem eine kurze Nachricht: „Viel Glück“. Sofort fühle ich mich dadurch gestärkt und sicherer für meinen „Auftritt“.

Lasst solche kleinen Momente mit Dankbarkeit wirken, denn sie verändern im Großen. Je dankbarer wir das Geschenk der Verbundenheit, des Miteinanders achtsam in uns aufnehmen, desto selbstbewusster und desto resistenter werden wir gegenüber den Herausforderungen unseres Alltags.

„In Gegenwart von Freunden erscheinen Probleme kleiner – und Berge buchstäblich flacher: In Experimenten schätzen Menschen die Steigung eines Hügels tatsächlich geringer ein, wenn ein Freund neben ihnen steht. Je länger sie ihn kennen, desto stärker ist der Effekt. Oft reicht sogar der Gedanke an ihn, damit der Berg schrumpft.“

www.zeit.de

Und da ich nun am Ende meines Beitrags bin werde ich gleich mal bei meiner Freundin in Köln anrufen. Da ich sie bestimmt nicht erreiche – mal wieder viel zu viele Meetings 🙂 – hinterlasse ich eine Nachricht per Whats App: „Denke grad an Dich 🙂 “

 

 

dtmg

  • Beim Treffen mit einer Freundin spüre ich achtsam und dankbar in das Gefühl der Verbundenheit hinein.
  • Täglich versuche ich voll Dankbarkeit an einen lieben Menschen zu denken und mich über unsere Freundschaft für ein, zwei Minuten bewusst zu freuen.
  • Statt mich über die Andersartigkeit bei Freunden zu ärgern nehme ich diese dankbar an als Spiegel für mich selbst: Was lerne ich hierdurch über mich?

 


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